Bündnis gegen Rechtsextremismus

Veranstaltungen

Feierstunde zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus mit Ausstellungseröffnung

In einer Feierstunde zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wurde gestern in der St. Godehardi-Kirche Bad Nenndorf auch die Ausstellung „Hass vernichtet“ von Irmela Mensah-Schramm eröffnet.


„Diese Ausstellung dokumentiert Auswüchse rassistischen Denkens überall im öffentlichen Raum, zumeist ignoriert oder geduldet.
Es sind Botschaften voller Hass, darunter auch Morddrohungen gegen Mitmenschen, die anders aussehen, leben und denken.

Der Sinn dieser Ausstellung ist es, die Mitmenschen zu sensibilisieren, Hassschmierereien, auch die NS- Symbole zu erkennen und nicht zu dulden.“

Mit diesen Worten der Gebrauchsanweisung werden die Besucher in die Ausstellung eingeführt. Nachdem Frau Mensah-Schramm in der Vergangenheit häufig in der Kritik stand, durch ihre Ausstellung den Hassparolen Vorschub zu leisten und auch Befürchtungen geäußert wurden, dass dadurch möglicherweise zur Nachahmung angeregt werden könnte, sah sie die Notwendigkeit eines deutlichen Statements.


Während der Führung durch ihre Ausstellung schilderte sie den interessierten Teilnehmern ihre Erlebnisse. So hielten viele Menschen ihr Engagement für Sachbeschädigung und statt die Parolen oder fremdenfeindlichen Aufkleber zu kritisieren, stand die engagierte Akteurin im Mittelpunkt der Kritik. Dabei reichte die Palette der Reaktionen vom bloßen Unverständnis über Anfeindungen bis hin zu Auseinandersetzungen mit Nazis. Ans Aufhören hat Frau Mensah-Schramm dennoch niemals gedacht. „Nach dem Entfernen der Schmiererein siegt immer das gute Gefühl.“, sagt sie den Besuchern mit einem verschmitzten Lächeln.

Es gab aber nicht nur viele negative Erfahrungen, nein, auch positive Begegnungen. So hatte sie einmal in Berlin ein sehr kontroverses Gespräch mit einem jungen Neonazi. Einige Zeit später, als sie gerade wieder dabei war Naziparolen zu entfernen, wurde sie von einem jungen Mann angesprochen. Er outete sich als der ehemalige Neonazi und erklärte freudig, dass er nun nicht mehr dabei wäre. Dieses Umdenken, so erklärte er Frau Mensah-Schramm hätte mit ihrem Streitgespräch von damals zu tun. Durch ihre Argumente wurde er zum Nachdenken angeregt und hat dann den Entschluss gefasst, sich von der Szene zu trennen. Ein Erlebnis das viel Mut gemacht hat.

Die Bürgermeisterin Frau Olk beschrieb Frau Mensah-Schramm in ihrer Rede als einen sehr lebensbejahenden Menschen und genau so habe ich sie gestern während der Führung durch ihre Ausstellung auch erlebt. Ihre Lebensfreude und ihr mutiges Engagement verlangen einem nicht nur unweigerlich großen Respekt ab, darüber hinaus scheint sie die Besucher auch auf ganz liebenswerte Weise ein wenig angesteckt zu haben. Ich glaube das Bewusstsein derartige Schmiererein im öffentlichen Raum nicht unwidersprochen stehen zu lassen, wird in Zukunft noch geschärft sein. Was uns gestern bereits gefreut hat, war die Aussage von Frau Mensah-Schramm, dass sie in Bad Nenndorf bisher noch auf keine Hassparolen oder NS-Symbole gestoßen ist.

Wir danken Frau Irmela Mensah-Schramm sehr für ihr Engagement und den Besuch in Bad Nenndorf und werden weiterhin daran arbeiten, dass sie auch bei ihrem nächsten Besuch in unserem schönen Kurort nicht fündig wird!


Weitere Infos:

Bildergalerie auf facebook

Bericht in den Schaumburger Nachrichten

Webseite von Irmela Mensah-Schramm

Facebook - Seite von Irmela Mensah-Schramm

Song "Die couragierte Frau", der ihrem Engagement von Gerhard Schöne gewidmet wurde




Birgit Kramp, Bad Nenndorf ist bunt

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Aufruf der Kampagne „Copy & Paste“

Aufruf der Kampagne „Copy & Paste“

21. Januar 2012 // 14 Uhr // Bahnhofsvorplatz Bückeburg


Betrachtet man rückblickend das Jahr 2011 erscheint das Thema rechte Gewalt allgegenwärtig gewesen zu sein: Rassistische Morde in Norwegen, das Bekanntwerden der rechten Terrorzelle „NSU“, Ausschreitungen und Straftaten am Rande von unzähligen Naziaufmärschen in der gesamten Bundesrepublik. Auch in Bückeburg begann das vorherige Jahr unter bösen Vorzeichen. Haargenau ab dem Zeitpunkt der Jahreswende stieg das Ausmaß neonazistischer Aktivitäten in der Stadt mit einer bisher nicht gekannten Geschwindigkeit an.

Die Gewalttaten der expandierenden rechten Szene rund um die „Autonomen Nationalisten Bückeburg“ zogen sich daraufhin wie ein roter Faden durch das gesamte zurückliegende Jahr. Von Drohungen, über Angriffe auf offener Straße bis zu Anschlägen auf Wohnhäuser – die Bückeburger Neonazis ließen in ihrem so genannten „Kampf um die Straßen“ keine Chance ungenutzt.

Die sich hieraus ergebende, bedrohliche Situation wurde lange als bloße Gewalt unter rivalisierenden Jugendlichen verharmlost. Nicht zuletzt Dank der kontinuierlichen Thematisierung dieser Situation durch aktive Antifaschist_innen hat sich dies heute geändert und der rechten Szene wird als ernstzunehmendes gesellschaftliches Problem entgegengetreten.

In der letzten Jahreshälfte bewiesen Vorträge über rechten Lifestyle und Musik, Präventionsveranstaltungen für Jugendliche und kulturelle Veranstaltungen wie „music for tolerance“, dass sich die Bückeburger_innen aktiv gegen Neonazismus zur Wehr setzen.

Doch verschwunden sind die Neonazis noch längst nicht. Ihre Propaganda bestimmt nach wie vor das Stadtbild und auch unter Jugendlichen erhalten sie noch immer regen Zulauf. Bedrohungen gegen alternative Jugendliche sind Teil ihrer Tagesordnung und auch an den Schulen haben sie nicht aufgehört aktiv zu sein. Nicht zuletzt ihre Versuche als Klassen- und Schüler_innen_sprecher_innen Einfluss zu nehmen ist besorgniserregend.

Dass erfolgreiche antifaschistisches Arbeit ein Prozess ist, der Zeit braucht, war uns bereits zu Beginn des so unselig gestarteten letzten Jahres klar, als wir das Bündnis „Copy & Paste“ ins Leben riefen – einmal gewachsene rechte Strukturen verschwinden nicht von heute auf morgen. Dass es in den vergangenen Wochen jedoch ruhiger um die Bückeburger Neonazis geworden ist, werten allerdings als ersten Erfolg unserer Bemühungen und dem deutlichen Zeichen, das Bückeburg gegen Rechts gesetzt hat.

Mit einem deutlichen Zeichen wird Bückeburg daher auch in das neue Jahr starten. Gemeinsam werden wir den Nazis auch im neuen Jahr kein Gefühl von falscher Ruhe gönnen, sondern weiterhin kontinuierlich und öffentlich gegen rechte Strukturen in und um Bückeburg vorgehen!


Als Auftakt zu einem erfolgreichen neuen Jahr laden wir daher alle ein, sich an unserer Neujahrsdemonstration unter dem Motto „Same Shit, Different Year – Kein Rückzugsraum für Nazis!“ zu beteiligen.


Kampagne Copy & Paste – Gegen Nazistrukturen in und um Bückeburg




Info für Alle die aus dem Raum Bad Nenndorf teilnehmen möchten:
Wir treffen uns um 12:30 Uhr auf dem Parkplatz Thermalbad und bilden Fahrgemeinschaften.

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Schweigen gegen das Schweigen (Silence against Silence)

Quelle: Schweigen gegen das Schweigen (Silence against Silence)


"Schweigen „= Eines der am schwierigsten zu widerlegenden Argumente.“ (Josh Billings)

Wir schweigen, damit Du Dein Schweigen brichst!
Wir schweigen, weil wir ein Teil dieser Gesellschaft sind!
Wir schweigen, damit etwas gegen Rassismus getan wird!
Wir schweigen, weil wir den Opfern rechter Gewalt gedenken!
Wir schweigen, weil ein Schweigen mehr als 1000 Worte sagt!
Wir schweigen, denn alles was wir sagen, wurde bereits gesagt!
Wir schweigen, weil wir rassistischem Terror keine Chance geben!
Wir schweigen, weil uns nicht egal ist, was in unserer Gesellschaft passiert!
Wir schweigen, weil schon über sechs Millionen Menschen getötet worden sind!
Wir schweigen, weil wir Gewalt nicht mit Gegengewalt sondern Liebe begegnen wollen!
Wir schweigen, damit die schweigende Mehrheit endlich ihre Augen öffnet und in den Spiegel sieht!
Und wenn wir nicht aufhören zu schweigen, dann könnten wir die nächsten sein.

Egal, wo in Deutschland Du bist… schweige mit uns – am Sa. 26.11.11 um 13 Uhr!

Schweige mit uns und bring DEINE weiße/rote Rose mit!

Berlin: Brandenburger Tor, Hamburg: Rathausmarkt, Köln: Dom, Frankfurt: Hauptwache, München: Marienplatz

Wir schweigen, um unsere Sinne für die unmenschlichen Taten zu schärfen. Wir schweigen, denn unser Herz spricht eine universelle Sprache und ermöglicht uns über nationale, kulturelle, soziale, religiöse und ethnische Grenzen hinweg, miteinander zu verbinden. Es geht nicht nur um Solidarität mit den Opfern. Es geht nicht nur um gewaltlosen Protest. Es geht vielmehr darum auszudrücken, wie wir uns diese Gesellschaft vorstellen. Demokratischer und solidarischer. Wir brauchen positive Zeichen zu negativen Taten.

WIR BITTEN UM PÜNKTLICHKEIT! Danke!

Ablauf:
Am selben Tag und zur selben Uhrzeit wird ein Silentmob organisiert. Die Versammelten bleiben stehen und schweigen. Ein DINA4 Blatt mit dem Namen eines der Opfer soll ausgedruckt mitgebracht werden. Jeder soll zusätzlich eine weiße/rote Rose mitbringen und diese während des Silentmobs hochhalten. Das DINA4 Blatt und die Rose sollen dann auf einen Haufen gelegt werden, bevor die Menge sich auflöst.

Symbolik:

Weiße Rose als Symbol, da sie ein Zeichen für Frieden darstellt. Das Symbol erinnert an die „Widerstandsbewegung während der Zeit des Nationalsozialismus“ die „Weiße Rose“ hieß. Zudem wird es rote Rosen als Symbol geben, da auch in Norwegen den Opfern des Terroranschlags mit roten Rosen gedacht wurde."




Standort Hannover:

Samstag, 26. November · 13:00 - 13:30

Kröpcke Center, Hannover (Platz vor dem neuen Peek&Cloppenburg Gebäude am Kröpcke)

Quelle: facebook - Schweigen gegen das Schweigen (Silence against Silence), Ufuk Çelik, Ayşe Sağır, Sylvia B Aus H

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Bilder vom jüdischen Kulturtag 2011

Der gestrige jüdische Kulturtag war ein voller Erfolg. Die Atmosphäre war schön, nette Gespräche (bei superschönem Wetter), das Essen und die musikalische Begleitung dabei waren super und abgerundet wurde das ganze von dem wunderbaren Konzert von Sharon Brauner und Band.

Bilder vom jüdischen Kulturtag auf facebook

Auszug aus dem Konzert


Bitte die Tonqualität zu entschuldigen, dies liegt an meiner Kamera.




Nachtrag: Vom youtube Kanal von Sharon Brauner



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Einladung zum Kulturtag der Jüdischen Gemeinde am 2.10.11

Liebe Freunde der Jüdischen Gemeinde Bad Nenndorf,

seit dem Jahr 2004 veranstalten wir in Bad Nenndorf einmal im Jahr einen jüdischen Kulturtag mit der Zielsetzung, sowohl unsere Religion und unsere Kultur vorzustellen, als auch Menschen jüdischen und nichtjüdischen Glaubens zusammenzubringen und ins Gespräch kommen zu lassen Überwindung von Fremdfeindlichkeit und Rassismus ist eine wesentliche Voraussetzung, um unsere Gesellschaft zukunftsfähiger zu machen. Begegnungen von Menschen der unterschiedlichen Konfessionen und Herkunft erleichtern den interkulturellen Dialog und bauen eine Brücke für Toleranz.

Wir laden Sie hiermit ein zu unserem 8. traditionellen Jüdischen Kulturtag.

Wir bieten Ihnen ein buntes Programm an:

Über jüdische Herbst- Feiertage wird eine Diashow erzählen.
Gemeinsames Essen verbindet Menschen verschiedenen Kulturen. Den Gästen werden die Gerichte der jüdischen Küche angeboten, begleitend von der Musik Duo „ Luba und Jakob“ (Geige und Knopfakkordeon).

Das Konzert von Sharon Brauner und Band krönt das Programm.

Der Eintritt ist kostenfrei. Die Spenden kommen dem Bündnis gegen Rechtsextremismus „Bad Nenndorf ist bunt“ zu Gute.

„Bad Nenndorf ist bunt“
Kto.: 7320117002
BLZ: 25591413
Volksbank Schaumburg



Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag der Gemeinde
Vorsitzende

Marina Jalowaja

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„Wer waren die Gefangenen im Wincklerbad?“

Autorenlesung zur Dokumentation des britischen Verhörlagers
„Wer waren die Gefangenen im Wincklerbad?“


Diese Frage soll im Mittelpunkt einer Veranstaltung stehen, die das Bündnis „Bad Nenndorf ist bunt“ gemeinsam mit der Buchhandlung Borchers am Montag, den 22. August um 19:30 Uhr im Haus der Begegnung, Hauptstraße 36, in Bad Nenndorf organisiert.

Unter dem Titel „Das verbotene Dorf. Das Verhörzentrum Wincklerbad der britischen Besatzungsmacht in Bad Nenndorf 1945 bis 1947“ veröffentlichten die Autoren Utz Anhalt und Steffen Holz im vergangenen Monat die seit langem erwartete Schrift. Unter anderem haben sie umfangreiches Material ausgewertet, welches Auskunft über die dort inhaftierten Gefangenen gibt. „Grob lassen sich drei Kategorien von Gefangenen unterscheiden. Erstens Nationalsozialisten und Funktionsträger im NS-Staat, zweitens Kommunisten und Sowjetspione oder solche, die man dafür hielt und drittens Sozialdemokraten und Personen, bei denen die Gründe der Inhaftierung ziemlich im Dunklen bleiben“, so Steffen Holz, der bei der Veranstaltung als Referent auftreten wird.

Die meisten Informationen habe man über die erste Gruppe (NS-Hintergrund) zusammentragen können, hier gäbe es zahlreiche Dokumente in Form von Biographien, Zeitungsberichten, Gerichtsprotokollen etc.. Bei der zweiten Gruppe (Kommunisten und Sowjetspione) lägen immerhin die medizinischen Berichte vor, die in dem Prozess gegen die Lagerleitung verwendet wurden sowie einige Geheimdienstunterlagen vor. Am wenigsten wisse man über die dritte Gruppe; hier gäbe es bislang nur eine Zeugin, deren Ehemann zu den Ost-Büros der SPD gehörte. Diese hätten im Lager Privilegien genossen, aber deren Inhaftierung sei mehr als merkwürdig, denn sie waren mit den britischen Behörden kooperationsbereit.

Weiterhin soll der Frage nachgegangen werden, warum die Organisatoren der „Trauermärsche“ bei ihrer Bewerbung der Veranstaltung um die dort inhaftierten Nazi-Größen seit Jahren einen großen Bogen machen und dort inhaftierte Homosexuelle und Kommunisten in den Vordergrund schieben.

Weitere Informationen:

Steffen Holz
DGB Region Niedersachsen-Mitte


Neonazis, Mitglieder rechtsradikaler Organisationen und deren Anhänger haben zu dieser Veranstaltung keinen Zutritt!

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Pressespiegel zur Gegendemonstration vom 06. August 2011


Protest gegen Neonazi-Aufmarsch in Bad Nenndorf - Hamburger Abendblatt, (EPD)

'Am Sonnabend haben mehr als 1000 Menschen gegen einen Neonazi-Aufmarsch protestiert. DGB-Kundgebung: "Bad Nenndorf ist bunt"

Bad Nenndorf . Am Sonnabend haben mehr als 1.000 Menschen gegen einen Neonazi-Aufmarsch im niedersächsischen Bad Nenndorf protestiert. „Der Protest heute ist wesentlich stärker, als er bereits in den vergangenen Jahren war“, sagte Steffen Holz vom Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zu Beginn der Kundgebung unter dem Motto „Bad Nenndorf ist bunt“. Für den Nachmittag wurden in dem Kurort nahe Hannover rund 1.000 Neonazis aus dem ganzen Bundesgebiet zu einem sogenannten Trauermarsch erwartet.

Die Route der Rechtsextremisten sollte in diesem Jahr erstmals an den Gebetsräumen einer jüdischen Gemeinde vorbeiführen. Für die mittägliche Sabbatfeier war Polizeischutz eingeplant. Zahlreiche Christen wollten die jüdische Gemeinde aus Solidarität besuchen.

Die Nenndorfer Bürgermeisterin Gudrun Olk betonte, dass die Rechtsextremisten in der Stadt nicht willkommen seien. „Ein normales gesellschaftliches Leben ist in dieser Stadt heute nicht möglich“, sagte sie bei der Kundgebung des Bündnisses „Bad Nenndorf ist bunt“ und des DGB. Geschäfte hätten geschlossen, Hochzeiten seien verschoben, Familienfeste abgesagt. Sie sei irritiert und verärgert, dass ihr Protestschreiben an den niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann (CDU) unbeantwortet geblieben sei.'

Mehr lesen.

Mit Singen und Klatschen gegen die Neonazis Hamburger Abendblatt, (epd/abendblatt.de>

'Eine jüdische Gemeinde feiert Sabbat, während Rechtsextreme vorüber ziehen. Bis 2030 haben sie ihre „Trauermärsche" bereits angemeldet.

Bad Nenndorf. Mit Israel-Fahnen und bunten Wimpeln sind die Gebetsräume der jüdischen Gemeinde in der Bad Nenndorfer Bahnhofstraße heute geschmückt. Als die Neonazis kommen, stehen die Gemeindemitglieder und ihre Gäste an der Straße und empfangen sie mit Musik. Laut singen sie „Havenu schalom alechem“ und klatschen in die Hände. Die Demonstranten blicken eisern und kalt zu ihnen herüber. Es scheint, als überrasche sie dieser Friedensgruß. Die Neonazis haben weiße Hemden an, laute Parolen skandieren sie nicht – ein „Trauermarsch“ soll der Zug durch die Innenstadt zum Wincklerbad sein. Entlang der Strecke lesen die Demonstranten oft, dass sie nicht erwünscht sind. „Bunt statt braun!“ ist mit bunter Kreide immer wieder auf den Asphalt gemalt.

Die Sabattfeier der Gemeinde muss an diesem Samstag unter Polizeischutz stattfinden. Rund 100 Juden zählen zu ihren Mitgliedern. Seit vergangenem September nutzen die Gläubigen die Räume in der Bahnhofstraße, sagt die Gemeindevorsitzende Marina Jalowaja. Es sei ein gutes Gefühl, dass heute so viele Menschen auf die Straße gingen, um gegen Rechts ihr Gesicht zu zeigen. Sie kann nicht nachvollziehen, dass es in dem Land, in dem sich der Holocaust ereignete, wieder Nazis gibt. Angst hat sie nicht. „Die mussten damals die Menschen haben, dass sie verfolgt oder ermordet werden. Das ist heute in Deutschland glücklicherweise undenkbar“, sagt Jalowaja.

Als Gäste beobachten Martina Spiekermann und Gisela Howell den Vorbeizug an der Gemeinde mit Erschrecken und Tränen in den Augen: „Die Demonstranten haben das selbe Alter wie meine Kinder“, sagt Spiekermann. Es sei sicherlich schwer, die jungen Menschen wieder zurück zu gewinnen für die offene, demokratische Gesellschaft. „Wenn ich könnte, ich würde das Wincklerbad einfach abreißen“, sagt Spiekermann. Dann wäre den Nazis zumindest ihr Pilgerziel genommen. „Verbote bringen wahrscheinlich nichts“, sagt Howell. „Die Märsche sind ein Ventil“, meint sie, „der Druck muss doch raus.“ Wenn die Neonazis nicht mehr nach Nenndorf kämen, dann fänden ihre Aufmärsche eben woanders statt.

Insgesamt 40 Christen aus der ganzen hannoverschen Landeskirche zählen heute zu den Gästen der jüdischen Gemeinde. „Allerdings stimmt es mich traurig, von der Polizei mit dem Bus durch die abgesperrten Straßenzüge zur Synagoge chauffiert worden zu sein“, sagt Gemeindeglied Ralf Schönbeck. Ähnlich sieht es auch Erdmuthe Steinmüller. Sie fühlt sich dem Staat Israel verbunden und engagiert sich gegen das Vergessen. „Durch die Bibel weiß ich, dass wir alle zusammen gehören“, sagt die 62-jährige Schwester. Sie ist Novizin und erst vor drei Jahren Nonne geworden. Seitdem ermutigt sie Menschen, Gedenkstätten von Konzentrationslagern zu besuchen. „Christen müssen Zeichen setzten, sich einmischen – und das gehe nur mit Wissen über die Vergangenheit“, sagt sie.'

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Bad Nenndorf setzt sich gegen Neonazis zur Wehr - Bild.de, (dpa/lni)

'Bad Nenndorf (dpa/lni) - Knapp 1000 Menschen haben am Samstag gegen den Aufmarsch von Rechtsextremisten und Neonazis in Bad Nenndorf protestiert. Zur Gegendemonstration unter dem Motto «Bunt statt Braun» hatte ein breites Bündnis aus Parteien, Vereinen und Verbänden aufgerufen.'
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Tausende protestieren gegen Neonazis dpa

'Bad Nenndorf (dpa) – Gegen Neonazi-Veranstaltungen in mehreren Bundesländern haben Tausende Menschen protestiert. In Bad Nenndorf in Niedersachsen beteiligten sich knapp 1000 Menschen an einer Demonstration unter dem Motto «Bunt statt Braun». Im thüringischen Gera versammelten sich ebenfalls etwa 1000 Menschen, um ein von der rechtsextremen NPD organisiertes Konzert zu übertönen. Bis zum Mittag sind nach Polizeiangaben rund 300 Neonazis zu dem Konzert angereist, das die NPD jedes Jahr in Gera veranstaltet.'
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Bielefeld - Neonazis vertrieben Westfalen-Blatt, (WB)

'Bielefeld (WB). Mehr als 200 Neonazis sind am Samstagabend aus Bad Nenndorf in Bielefeld eingetroffen. Die Gruppe hatte einen Aufmarsch zum linksgerichteten Arbeiterjugendzentrum geplant, was aber Teilnehmer einer Gegendemonstration verhindern konnten. '
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POL-STH: Erfolgreicher Polizeieinsatz in Bad Nenndorf Die intensiven Vorgespräche mit den Veranstaltern zahlen sich aus Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg

'stadthagen (ots) - (BER)Dieses erfreuliche Fazit kann Gesamteinsatzleiter Frank Kreykenbohm nach dem 6. sogenannten Trauermarsch in Bad Nenndorf und den Gegenveranstaltungen ziehen.

Nachdem die Gegenveranstaltungen morgens mit einem Gedenkgottesdienst begannen, sammelten sich Bad Nenndorfer Bürgerinnen und Bürger, unterstützt durch Teilnehmer umliegender Gemeinden, das Bündnis, und viele andere zu dem Aufzug des DBG. Ca. 900 Teilnehmer zogen in die Kurhausstraße um dort, begleitet von Musik, ihre Abschlußkundgebung abzuhalten.

"Eine insgesamt völlig friedliche und daher für die Polizei unproblematische Aufgabe," so Frank Kreykenbohm.

Der Aufzug der rechten Szene scheint deutlich an Attraktivität verloren zu haben. Zählte der Marsch im vergangenen Jahr noch ca. 1.000 Teilnehmer, erschienen heute ca. 580 Mitglieder der Rechtsextremisten, die auf der tags zuvor von den Bürgerinnen und Bürgern bunt geschmückten Bahnhofstraße zum Wincklerbad zogen.

Die Privatveranstaltungen längs der Bahnhofstraße ließen die Aufzugstrecke tatsächlich zu einer Partymeile werden. In den Gärten wurde getanzt und gesungen - ein deutlicher Gegensatz zu dem sogenannten Trauermarsch.'

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POL-MI: Rechts-Demo in Bad Nenndorf, in Minden blieb alles ruhig! Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke

'Minden (ots) - Ein starkes Aufgebot an heimischen Polizeibeamten, unterstützt von Hundertschaftskräften, hatte am Samstag den Mindener Bahnhof und die umgebenden Straßen im Visier. Als Umsteige- und Durchfahrtbahnhof spielte Minden für Angehörige der rechten Szene, die auf dem Weg ins niedersächsische Bad Nenndorf waren, eine zentrale Rolle. In Bad Nenndorf fand ein angekündigter "Trauermarsch" statt.'
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Bunt statt Braun! Bad Nenndorf, 6. August 2011

Bunt statt Braun!

Bad Nenndorf, 6. August 2011

10:30 Uhr * - Kundgebung und Demo – Bornstrasse
12:00 * - Kundgebung – Am Thermalbad


Am 6. August 2011 wollen Neonazis vor dem Wincklerbad in Bad Nenndorf wieder einen „Trauermarsch“ veranstalten. Mit dröhnenden Landsknechtstrommeln und menschenverachtenden Reden verwandeln sie den niedersächsischen Kurort seit 2006 einmal jährlich in ein Sperrgebiet. Sie geben vor, der misshandelten Gefangenen eines von 1945 bis 1947 dort untergebrachten britischen Vernehmungslagers gedenken zu wollen, und haben ihre jährlichen Aufmärsche schon jetzt bis zum Jahr 2030 angemeldet.

Aber nicht nur die Landsknechtstrommeln, sondern auch dort gehaltene antisemitische Reden zeigen: Es geht ihnen nicht um Trauer oder Mitgefühl, sondern um die Verbreitung ihrer Geschichtsverdrehungen und den Aufbau einer nationalsozialistischen Kultstätte. Das stellte unter anderem der niederländische Neonazi Constant Kusters unter Beweis, der für seine 2008 in Bad Nenndorf gehaltene Rede wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 300 € verurteilt wurde. Im letzten Jahr mussten am Wincklerbad mehrere bekannte Holocaustleugner von der Polizei am Reden gehindert werden, und zum Abschluss der Propagandafeier wurde ein Lied der Hitler-Jugend gesungen.

Wir lassen uns nicht verhöhnen! Die plötzliche Menschenfreundlichkeit nehmen wir den Nazis nicht ab! Wir rufen daher dazu auf:

Treten Sie einem erneuten Nazi-Aufmarsch entschlossen entgegen!
Beteiligen Sie sich daran, dem SA- ähnlichen Aufmarsch lautstark Paroli zu bieten!

- Wir fordern ein Verbot der Nazi-Aufmärsche am Wincklerbad in Bad Nenndorf.
- Wir stehen für eine weltoffene, demokratische und solidarische Gesellschaft.
- Wir zeigen Zivilcourage, wir bekämpfen alle Spielarten des Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus.

Wir rufen alle Menschen auf, gemeinsam mit uns friedlich gegen den Naziaufmarsch zu demonstrieren.

Samstag, 6. August 2011
Den Nazis entgegentreten!


Freitag, 5. August 2011 – Wincklerbad / Bahnhofstrasse
Einstehen gegen Rechts!

14:00 Uhr * - Treffen zur Vorbereitung: Bad Nenndorf zeigt bunt!
18:00 Uhr * - Kundgebung: Einstehen gegen Rechts!

* Änderungen vorbehalten


V.i.S.d.P.: Steffen Holz, c/o DGB Region Niedersachsen-Mitte, Otto-Brenner-Str. 1, 30159 Hannover

Hier der Aufruf als Download: Aufruf BNib 2011.pdf

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Anreise und Stadtplan:

Anreise und Stadtplan:

PKW - Bus:
Autofahrer erreichen Bad Nenndorf über die A2 (Berlin-Ruhrgebiet) oder die Bundesstraßen B 65 und B 442. Die Anfahrt zu empfohlenen Parkplätzen von allen diesen Straßen wird am Demonstrationstag ausgeschildert sein. Öffentliche Parkplätze stehen im Bereich Gehrenbreite/Rotrehre zur Verfügung.

Stadtplan

Stadtplan Bad nenndorf

Routenplaner:

maps.google.de

falk.de

map24.com



Wichtiger Hinweis für Anreisende mit der Bahn aus Richtung Bielefeld:

Auf der Strecke Bielefeld - Bückeburg finden offenbar Arbeiten an der Strecke statt, so das viele Nachverkehrsverbindungen ausfallen. Hier bitte auf Ausweichmöglichkeiten achten!




Neonazis, Mitglieder rechtsradikaler Organisationen und deren Anhänger haben zu dieser Veranstaltung keinen Zutritt!


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"Danke" fürs Kulturfest

Guten Tag,

ein großes DANKE an alle , die das 6. Internationale Kulturfest 2011 in Bad Nenndorf mit gestaltet haben!

Wir konnten wieder ein buntes, abwechslungsreiches Programm für jung und alt genießen - generationenübergreifend, mit vielen verschiedenen kulturellen Einflüssen, Hautfarben und Herkunftsländern. Was uns vereint, ist die Lust am bunten Leben und der Wunsch, gemeinsam diese Vielfalt zu erhalten und auszubauen. Auf und vor der Bühne, an den Bewirtungs- und Infoständen, bei den Mitmach-, Spiel- und Spaßaktionen kamen Menschen mit den verschiedensten Hintergründen zusammen und hatten Freude dabei.

Den Helfern beim Auf- und Abbau danken wir ebenso wie der Feuerwehr, der Stadt und Samtgemeinde Bad Nenndorf mit Frau Cronjäger und Herrn Junior, dem Landkreis Schaumburg mit unserem Schirmherren Landrat Jörg Farr , den Sponsoren, den Werbefachleuten, unserem Medienpartner Schaumburger Nachrichten, der Bühnen- und Tontechnik von "Audio Systems", dem VfL Bad Nenndorf, dem Pannonia-Orchester, den Farbklecksen, Dekina, dem Shanty-Chor "Leinen los!", der Big Band des GBN, dem Türkisch-Islamischen Kulturverein Stadthagen, der CJD-Schule Schlaffhorst-Andersen, der indischen Tanzgruppe, der Band "Birds On A Plane", der Musicalgruppe "The Batz", Ferdy Doernberg und seinen Gästen, den Autoren der Wincklerbad-Dokumentation Steffen Holz und Utz Anhalt, der IGS Rodenberg, dem Team vom Umsonstladen "Ümmesüß", der Jüdischen Gemeinde, dem Kneipp-Verein Bad Nenndorf, der Arbeiterwohlfahrt, den antifaschistischen Gruppen, Bündnissen und Parteien an den Infotischen, dem Landespräventionsrat mit Herrn Bücker, dem DGB, der Kur- und Tourismus-GmbH, den Betreibern der Bewirtungsstände und natürlich allen Besucherinnen und Besuchern, die trotz des mäßigen Wetters jede Menge Spaß hatten.

Bad Nenndorf ist und bleibt bunt!

Nehmen wir den Schwung vom Kulturfest mit zu den Aktionen am 5. und 6.8.2011, wenn dem ungebetenen Besuch zum wiederholten Mal gezeigt werden muss, wo die Ausgangstür ist!



Herzliche Grüße,
Jürgen Uebel

Bad Nenndorf ist bunt
Bündnis gegen Rechtsextremismus
www.bad-nenndorf-ist-bunt.com

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