Bündnis gegen Rechtsextremismus e.V.

Presse

Bad Nenndorf ist bunt - das politische Rosa Schweizer Taschenmesser



Bad Nenndorf ist bunt - das politische Rosa Schweizer Taschenmesser

Ein Kommentar von Max Kreipe




International anerkannt

Die Geschichte vom Bündnis "Bad Nenndorf ist bunt" ist bekannt, geschätzt, beliebt und erfolgreich. Die meisten wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger stehen politisch für die gleichen Werte ein, die das Bündnis vertritt. Gleiches gilt für das Dagegen. Das Bündnis ist gegen Nazis und hat Bad Nenndorf zu einem internationalen Symbol des erfolgreichen, friedlichen, bürgerlichen, facettenreichen Protests gegen Nazis gemacht. Bad Nenndorf ist seit 2 Jahren nazifreie Zone - nachgewiesen auf großer medialer Bühne.



Nazi-Problem im Mikrokosmos

Plötzlich hat man das ursprüngliche Bad Nenndorfer Nazi-Problem in seinem beruflichen Alltag. Nehmen wir an, wir sind Unternehmer und betreiben ein erfolgreiches Hotel. Wöchentlich gehen hunderte Buchungen über diverse Buchungsplattformen ein, teilweise über Firmen, die die Namen der Gäste sehr kurzfristig angeben - oft erst bei der Anreise. Das Personal checkt routinemäßig die Anreisen und plötzlich fällt ein Name ins Auge, den man definitiv nicht auf seiner Gästeliste, in seinem Hotel und unter den vielen anderen lieben Gästen haben will.
Na klar denkt man zunächst, "Diesem unliebsamen Gast (stubenrein formuliert) storniere ich sofort das Zimmer!". Irgendwann weicht die erste Emotion und man kehrt zur Sachlichkeit zurück. Im Rahmen der Besinnung wird einem bewusst, dass man sich in geschlossen Verträgen bewegt, die in den AGBs der jeweiligen Buchungsplattformen definiert sind. Als nächstes recherchiert man, wie die Person und die Partei der Person reagieren, wenn man vorsätzlich entgegen der Verträge handeln würde und das Zimmer storniert. Ergebnis: Damit würde man denen in die propagandistischen Karten spielen. Beispiele belegen, dass seitens der Partei Klagen eingereicht werden, die auf Basis von AGBs allesamt von Erfolg gekrönt sind. Zudem wird man Gegenstand der Partei-Propaganda und öffentlich verunglimpf-Pflicht. Wie löse ich das Problem?



Das emotionale Tool der Pein

Von denen Lernen, die es vorgemacht haben. Ob bewusst oder unbewusst hat sich das Bad Nenndorfer Bündnis dem emotionalen Geflecht des Menschen bedient -eines jeden Menschen. Emotionen, die jeder hat und die kein Mensch der Weltausblenden kann. Das kognitive Rezept ist so einfach wie genial. Ich nehme dem Mob die gewünschte Reaktion und bereite ihm einen Rahmen, der die braunen Synapsen stramm stehen lässt - der Pein. Nun könnte ich in einem Hotel auch das Schlumpflied spielen, was aber nicht jeder sofort wie gewünscht assoziiert, weil nationales Publikum im Hotel verkehrt. Also bediene ich mich dem stummsten aller Proteste - dem plakativen Protest, der bereits über Nacht hängt und erst morgens im Kaffeeduft durchtränkten Frühstücksraum sichtbar wird.


Bunt statt braun - und Tschüss

Aufgrund diverser Propagandatermine reist die besagte Person erst nachts an. Das Personal empfängt sie voller Vorfreude auf den nächsten Morgen, weil dieser Check-In sonst nicht zu ertragen wäre. Die Person checkt routinemäßig ein und legt ihre braune Seele schlafen. Am nächsten Morgen begibt sich die Person in den Frühstücksraum. Der Frühstücksraum ist angenehm hell, es duftet nach leckerem Frühstück und es bietet sich ein Blick in die herrliche Natur, die in kräftigem Grün erstrahlt. Natürlich wird die braune Person von den anderen Gästen aufgrund ihrer internationalen Medienpräsenz sofort erkannt. Statt böser Blicke erntet die Person aber durchweg ein Grinsen aller anderen Frühstücksgäste, was die Person
zunächst erfreuen durfte - bis - bis sie erkannt hat, dass ihr Platz so gewählt war, dass sie vor drei großen rosafarbenen Bannern saß und das Grinsen der anderen Frühstücksgäste hämisch war. Denn auf den großen rosafarbenen Bannern stand in großen Lettern "Bunt statt Braun". Dieses Bild war an diesem Morgen ausnahmsweise das delikateste Angebot im Frühstücksraum. Im Begriff bereits von anderen Frühstücksgästen vor diesen Bannern mit Smartphones fotografiert zu werden, verließ der ungebetene Gast fluchtartig den Frühstücksraum und das Hotel.


Das Recht nicht gebrochen, dem Gegner nicht in die Karten gespielt und dennoch nachhaltig größten emotionalen Schmerz zugefügt - das ist Nenndorf-Like. Dieser Gast kommt mit Sicherheit nicht wieder. "Bad Nenndorf ist bunt" funktioniert überall, egal in welcher Größenordnung - das Rosa Schweizer Taschenmesser der Emotionen.

Max Kreipe

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Pressemitteilung von "Bad Nenndorf ist bunt-Bündnis gegen Rechtsextremismus e.V." vom 25.05.2016


Wenn ich eingeschult werde, kommen die Nazis!


In der Pause der Chorprobe des Sprachcafés stehen wir draußen und unterhalten uns mit anderen Teilnehmern. Kinder spielen um uns herum, und dann kommt ein kleines Mädchen auf uns zu, schaut uns interessiert an und sagt plötzlich unvermittelt:


"Weißt du was? Wenn ich eingeschult werde, dann kommen die Nazis."


Sie sieht uns ein wenig hilflos an. Natürlich wissen wir sofort, was die Kleine meint. In diesem Jahr soll der sog. "Trauermarsch" außerhalb der Sommerferien stattfinden. Seit 2006 veranstalten Neonazis in Bad Nenndorf am ersten Augustwochenende Demonstrationen, und bis zum Jahr 2030 haben sie diese auch schon beim Landkreis angemeldet. Meist liegt dieser Termin in den Sommerferien, aber in diesem und im nächsten Jahr trifft er genau mit dem Einschulungstermin zusammen, wie auch 2010. Die Grundschule hat die Einschulung deshalb in diesem Jahr vom Samstag auf den Sonntag verschoben.


Das Gespräch mit dem Mädchen geht uns den ganzen Abend nicht aus dem Kopf. Wir überlegen, ob es Möglichkeiten gibt, zumindest für das kommende Jahr eine Situation wie diese zu verhindern. Es wurmt uns, dass ausgerechnet die Kinder weichen müssen. Das dürfte eigentlich nicht sein. Aber unsere Gedanken drehen sich im Kreis. Eine Versammlung darf jeder Bürger und jede Bürgerin beim zuständigen Ordnungsamt - in diesem Fall das des Landkreises Schaumburg - anmelden. Genehmigt werden muss sie nicht, denn das im Grundgesetz verankerte Versammlungsrecht sichert zu, dass eine Versammlung nicht ohne weiteres verboten werden darf. Wenn die Behörde versucht, den Aufmarsch der Neonazis wie im Jahr 2010 durch Auflagen oder Verbot zu verhindern, haben die Gerichte das letzte Wort - dass Rechtsextremisten im Falle eines Verbotes den Klageweg beschreiten, ist aus langjähriger Erfahrung bekannt. 2010 durften Neonazis in Bad Nenndorf marschieren, während DGB und "Bad Nenndorf ist bunt" nur eine stationäre Kundgebung genehmigt bekamen. Die gerichtliche Entscheidung darüber fiel damals um 21 Uhr am Freitag abend vor der Demo. Ein Jahr später wurde sie nach langem Verfahren für rechtswidrig erklärt. Für die Eltern und die Grundschule ist dies aus unserer Sicht keine Perspektive, denn wie sollen sie eine Einschulung planen, wenn nicht einmal sichergestellt ist, dass der Aufmarsch wirklich nicht stattfinden darf? Und selbst wenn ein Gericht zugunsten der Kinder entscheiden würde: wäre damit sichergestellt, dass die Nazis nicht trotzdem versuchen würden, eine spontane Versammlung durchzuführen? Diese müsste dann durch die Polizei verhindert werden, mit den entsprechenden Einschränkungen für alle Nenndorfer.


Aber mit dieser Situation abfinden möchten wir uns auch nicht. Die Kinderrechte, die weltweit für jedes Kind gelten, sagen eindeutig, dass Kinder ein Recht auf besonderen Schutz haben. Darüber hinaus ist dieser Neonaziaufmarsch ohnehin schon viel zu sehr zur Normalität geworden. Wir können zähneknirschend akzeptieren, dass auch Neonazis Grundrechtsträger sind und auch ihnen das Recht auf Versammlungsfreiheit zusteht. Aber wer möchte das von sechsjährigen Kindern verlangen? Diese Kinder, die in diesem Jahr eingeschult werden, leben mit der Tatsache, dass ein Neonaziaufmarsch ihnen den ursprünglichen Einschulungstag genommen hat. Ihren Ehrentag, mit dem für sie ein ganz neuer Lebensabschnitt beginnt, können sie nun nicht am Samstag, wie alle anderen Kinder in Niedersachsen, wahrnehmen. Nicht sie sind die Hauptpersonen, nein, die Neonazis, die unser Versammlungsrecht für ihre Zwecke missbrauchen, nehmen ihnen diesen wichtigen Tag einfach weg.

Und zu welchem Zweck?

Ein Großteil der Reden vor diesen knapp 200 "letzten anständigen Deutschen" (wie sie sich selbst nennen) besteht aus Beleidigungen und Drohungen gegen demokratische Bürger und Politiker. Es werden Parolen wie "Zerschlagt die BRD" und "Fight Israel" zur Schau getragen. Die Waffen-SS wird angerufen. Antisemitische Reden und Rednerinnen gehören ebenso zum "guten Ton" wie die Ankündigung des diesjährigen Versammlungsleiters Sven Skoda, "irgendjemand" wird in Zukunft einmal sagen, "aber der Holocaust, der Holocaust ist mir persönlich scheißegal!"

Die mittlerweile abgeschmolzenen 150-200 Rechtsradikalen, die zum Nenndorfer "Trauermarsch" kommen, sind Abgesandte der militanten und gewaltbereiten Neonazis, aus deren Sumpf auch der NSU entstanden ist. Jahrzehnte Knasterfahrung, die hier über die Straßen laufen, weil sie es können. Es geht um Präsenz. Ihr ursprünglich formuliertes Anliegen, das Gedenken an die im Wincklerbad misshandelten Menschen, entpuppt sich schon seit langem als vorgeschoben: es geht um Fortsetzung der nationalsozialistischen Tradition im Sinne Hitlers, um Rassismus, völkischen Nationalismus, Totalitarismus.

Deshalb fordern wir den Landkreis und den Landtag als gesetzgebende Instanz in Bezug auf das Versammlungsrecht auf, sich kreativ an der Verhinderung dieses Missbrauchs der Versammlungsfreiheit zu beteiligen. Der sogenannte "Trauermarsch" ist schon längst keine themenbezogene Veranstaltung mehr und kann daher auch aus aktuellen Gründen mit entsprechenden Auflagen belegt werden. Als den Nationalsozialismus verherrlichende und befürwortende Veranstaltung kann er verboten werden.

"Wehret den Anfängen!" lautet der Rat der Holocaustüberlebenden, und deshalb möchten wir alle Verantwortlichen bitten, gemeinsam mit den Menschen in Bad Nenndorf und der Region aktiv nach einer Lösung zu suchen, damit nie wieder Kinder ihren Einschulungstermin wegen Nazis verschieben müssen.

BN, 25.5.2016
Vorstand "Bad Nenndorf ist bunt"

Jürgen Uebel
Birgit Kramp
Thomas Winkler

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Pressemitteilung von "Bad Nenndorf ist bunt-Bündnis gegen Rechtsextremismus e.V." v. 9.2.2016

Eine Frage an die AfD

In der Nacht von Freitag (22.1.2016) auf Samstag (23.1.) wurde auf den Rohbau einer Flüchtlingsunterkunft in Barsinghausen ein Brandanschlag verübt.
Die Täter/innen brachen einen Container auf, holten Gasflaschen und einen Brenner heraus, entzündeten damit brennbares Material im Rohbau und liessen die Gasflaschen geöffnet stehen. Als die Feuerwehr frühmorgens gerufen wurde, entdeckte sie die Gasflaschen im brennenden Gebäude und holte sie unter Lebensgefahr heraus. Nach vorläufigen Schätzungen entstand am Gebäude ein Schaden von über 100.000 Euro.

Am 23.1. veranstaltete die Stadt Barsinghausen eine Pressekonferenz, in der Stadtrat G. Robra die Brandstiftung als "Anschlag auf die gesamte Stadtgesellschaft" bezeichnete und versicherte, Barsinghausen werde am Bau der Flüchtlingsunterkunft festhalten.

Am 25.1. veröffentlichte die AfD Barsinghausen mit ihrem Vorsitzenden Clemens Hafemann auf ihrer Homepage eine "Stellungnahme" zu dieser Pressekonferenz. Darin wirft sie dem Stadtrat Robra vor, sich wie die "bekannten rot-grün-links-Gutmenschen" zu gebärden, "gar nicht genug Flüchtlinge und andere Einwanderer" bekommen zu können und einer "Willkommenskultur" das Wort zu reden. Die AfD zeigt sich selbst ausdrücklich nicht verwundert über ?Ablehnung, Unverständnis und Verärgerung? von Bürgern und geht die Stadt Barsinghausen direkt an, indem sie von "Mitarbeitern der Stadtverwaltung mehr Sachlichkeit und weniger Emotionalität" in dieser Angelegenheit fordert. Für eine Verurteilung des Anschlages ist in der Stellungnahme kein Platz.

Am 27.1. demonstrierten 1500 Menschen in Barsinghausen gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt gegen Flüchtlinge und deren Unterkünfte. An dieser Demonstration beteiligten sich neben vielen Barsinghäusern auch Vertreter aller demokratischen Parteien und der Bürgermeister Marc Lahmann, der zuvor den Aufruf zu dieser Veranstaltung durch das Bündnis "Barsinghausen ist bunt" ausdrücklich befürwortete.

In der Nacht vom 27. auf den 28. Januar wurden drei städtische Fahrzeuge vorm Rathaus in Barsinghausen in Brand gesteckt. Die Fahrzeuge brennen aus, durch den Brand wird die Rathausfassade beschädigt, zehn Büros und einige Nebenräume auf drei Etagen sind vorläufig nicht mehr nutzbar, weil durch ein geplatztes Fenster Ruß und Rauchgase ins Gebäude gezogen sind. Gesamtschaden dieses 2. Anschlags: geschätzte 160.00 Euro.
Unmittelbar darauf erklärt die AfD Barsinghausen auf der Facebook-Seite der
"Calenberger Zeitung", das Bündnis "Barsinghausen ist bunt" trage eine Mitschuld an diesem 2. Brandanschlag, da es durch "hysterische Mobilmachung" (zu der Demonstration gegen Fremdenfeindlichkeit) einen Racheakt hervorgerufen habe: die Demonstration "so kurz nach der ersten Brandstiftung zu organisieren, hat dazu beigetragen, dass es am Rathaus ebenfalls brannte".

Der deutsche Außenminister Steinmeier wies vor gut einem Monat darauf hin, wie gefährlich es sei, mit dem Flüchtlingsthema auf Stimmenfang zu gehen, was am starken Anstieg rechter Gewalt in Deutschland deutlich werde. Er sprach in diesem Zusammenhang von geistiger Brandstiftung.

Sich als geistiger Brandstifter zu betätigen, sodann auf andere zu zeigen und "Haltet den Schuft!" zu rufen, ist zwar nicht neu, aber äußerst dreist, und es funktioniert auch nur bei sehr dummen Menschen.
Für wie dumm hält die AfD eigentlich ihre Anhänger?

Geschäftsführender Vorstand BNib (Jürgen Uebel, Birgit Kramp, Thomas Winkler)
Bad Nenndorf, 9.2.2016

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Pressemitteilung zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar

Pressemitteilung zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar

Der 27. Januar ist seit 1996 in Deutschland ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Dieser "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" bezieht sich auf den 27. Januar 1945, als Soldaten der vorrückenden sowjetischen Roten Armee die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau befreiten.

Von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 zum Internationalen Gedenktag erklärt, erinnert der 27. Januar jedes Jahr an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus: Juden,Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten,Kriegsgefangene und Deserteure, Greise und Kinder an der Front, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden.

Der damalige Bundespräsident Roman Herzog sagte 1996 zur Einführung des Gedenktages:
"Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken."

Seitdem findet am 27.Januar im Deutschen Bundestag eine Gedenkstunde statt, an öffentlichen Gebäuden wird Trauerbeflaggung gesetzt, und in vielen Veranstaltungen wird bundesweit an die Verbrechen der Nationalsozialisten erinnert.

In Bad Nenndorf findet um 17.30 Uhr am Mahnmal in der Kurhausstraße eine gemeinsame Veranstaltung von Stadt, Samtgemeinde und Bad Nenndorf ist bunt statt. Vertreter/innen von Stadt- und Samtgemeinderat, der Kirchen, der jüdischen Gemeinde Bad Nenndorf und des Bündnis gegen Rechtsextremismus werden in kurzen Redebeiträgen ihre Gedanken zu diesem besonderen Tag darlegen. Die Veranstaltung am Mahnmal wird gegen 18 Uhr beendet sein. Um rege Teilnahme wird gebeten.

Um 19 Uhr geht es dann im Parkhotel in der Bahnhofstraße 22 mit einer Buchlesung weiter.
Der Publizist Christoph Giesa liest aus dem in Zusammenarbeit mit Liane Bednarz entstandenen
Buch "Gefährliche Bürger - Die neue Rechte greift nach der Mitte".

Die Strategien der neuen Rechten

Die Ideen rechter Scharfmacher sind bereits viel weiter in die bürgerliche Mitte eingesickert, als man glauben möchte. Sprache und Argumentationsmuster erinnern immer öfter an Zeiten, die man längst überwunden glaubte.

Die Pegida-Märsche in vielen Städten, der Aufstieg der AfD und die Bestsellererfolge von Populisten wie Thilo Sarrazin und Akif Pirinçci sind die augenfälligen Beweise: Es ist wieder salonfähig geworden, offen Ressentiments gegen Minderheiten zu schüren. Neue rechte Kräfte nutzen sehr erfolgreich bürgerliche Deckmäntelchen und eine vermeintlich gemäßigte Sprache, um den wachsenden Hass gezielt auf die Schwächsten zu lenken: Ausländer und Homosexuelle, aber auch Muslime und Juden sind längst wieder ins Fadenkreuz der selbsternannten Kämpfer gegen die »political correctness« geraten. Unter dem Motto "Das wird man doch wohl noch sagen dürfen!" macht sich rechte und faschistische Ideologie in der politischen Kultur breit.

Liane Bednarz und Christoph Giesa wollen diesem Treiben nicht länger zusehen, sondern ihm mit guten Argumenten Einhalt gebieten.Sie analysieren, wie die "neue Rechte" arbeitet, welche Strategien und welche Politik sie verfolgt - und zeigen was die Gesellschaft dagegen tun kann.

Liane Bednarz, arbeitet als Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Mergers & Acquisitions. Daneben ist sie publizistisch tätig und wurde 2013 mit dem Feuilletonpreis »Goldener Maulwurf« ausgezeichnet. Sie lebt in München.

Christoph Giesa, ist Publizist und Strategieberater. Sein Schwerpunkt liegt auf gesellschaftlichen Veränderungen und deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Politik.
Zuletzt erschien 2014 bei Hanser sein Buch New Business Order (zusammen mit Lena Schiller Clausen). Er lebt in Hamburg.

Das Buchcover gibt es zum Download unter: Buchhandel Hanser
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: Hanser Literaturverlage

Die Veranstaltung wird begleitet von der Buchhandlung Borchers,die mit einem Büchertisch vor Ort
ist. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Neonazis, Mitglieder rechtsradikaler Organisationen und deren Anhänger haben zu diesen Veranstaltungen keinen Zutritt!

Bad Nenndorf, 22.1.2016

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12. Kulturtag der Jüdischen Gemeinde Bad Nenndorf






Neonazis, Mitglieder rechtsradikaler Organisationen und deren Anhänger haben zu diesen Veranstaltungen keinen Zutritt!


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Offener Brief an Dr. Rüdiger Grube


Offener Brief

Persönlich!

Deutschen Bahn AG
Dr. Rüdiger Grube
Potsdamer Platz 2
10785 Berlin

Betr.: Zeitungsartikel der SN vom 07.08.2015 ?Bahn fordert Schadenersatz von Aktivisten?

Sehr geehrter Herr Dr. Grube,

aufgrund der Urlaubszeit habe ich den Artikel in den SN erst heute gelesen. Zum Verständnis für Sie anbei der Link:

"Nach Nazi-Aufmarsch - Bahn fordert Schadensersatz von Aktivisten

Die Blockierung des Bad Nenndorfer Bahnhofs durch linke Protestler gegen den Nazi-Aufmarsch fand zwar viel Zustimmung beim bürgerlichen Lager, könnte aber für einige der Demonstranten ein Nachspiel haben."

Seit 2006 findet in Bad Nenndorf jedes Jahr der sog. ?Trauermarsch? statt. Er ist noch bis zum Jahr 2030 angemeldet. Alt- und Neonazis versuchen in unserem Ort die Geschichte des Zweiten Weltkrieges zu verdrehen. Diese Rechtsextremisten haben meiner Auffassung nach ein klares, politisches Ziel: Die Überwindung unserer Demokratie und die Neuerrichtung einer Diktatur nach dem Vorbild des Dritten Reiches.

Der Anmelder dieses Gedenkmarsches hat sich in diesem Jahr ganz klar auf den Holocaust bezogen, indem er sagte:
Eines Tages ?wird es Menschen geben, die sagen: Aber der Holocaust ist mir persönlich scheißegal.? [1]

Dieser Redner war Sven Skoda[2] (Angeklagter im Prozess gegen das Aktionsbüro-Mittelrhein)[3], ein sehr aktiver Neonazi, der für den ?Trauermarsch? in Bad Nenndorf bereits seit Jahren verantwortlich zeichnet. Er ist gut vernetzt und selber aktiv in der Partei Die Rechte[4]. In diesem Jahr ist es ihm gelungen, sowohl Mitglieder der Identitären Bewegung[5], als auch Mitglieder der Partei Der III. Weg[6] für den Aufmarsch in Bad Nenndorf zu mobilisieren.

Diese Menschen, die sich jedes Jahr zusammenfinden um auf unseren Straßen - gut getarnt und unter dem Missbrauch der Versammlungsfreiheit ? versteckt dem Dritten Reich zu huldigen, sind keine ?verirrten Spinner?, sondern, wie oben bereits geschildert, Menschen mit einem politischen Ziel. Für diese Teilnehmer ist die Ideologie des Dritten Reiches die einzig richtige Antwort auf die Herausforderungen unserer heutigen Zeit. Wir dürfen davon ausgehen, dass sie ganz speziell die Vernichtungsmaschinerie des Dritten Reiches befürworten, denn Oswald Pohl[7] wurde ebenfalls im Wincklerbad (ehemaliges Verhörzentrum der Briten[8] und Ziel des Aufmarsches der Neonazis) gefangen gehalten. Dieser ?Marsch der Ehre?, wie er von den Neonazis seit einigen Jahren genannt wird, dient offenbar nur einem Zweck: Die Machenschaften des Dritten Reiches sollen nicht nur relativiert werden, sondern die Neonazis wollen auch die Täter von damals rehabilitieren. Und wir, die Demokraten von heute, sollen durch ihren Aufmarsch davon überzeugt werden, dass sowohl Hitler als auch seine Helfer richtig gehandelt haben.

Dem diesjährigen Verbreitungsversuch der menschenverachtenden Ideologie haben sich in Bad Nenndorf nun auch einige hundert junge Aktivisten entgegengestellt, indem sie zwei Stunden lang die Weiterfahrt des Zugs verhinderten.

Und was hat die Deutsche Bahn im Jahr 2015 zu diesen Vorgängen zu sagen?

Nicht der Entrüstung über das Vorgehen der Neonazis wird Ausdruck verliehen, nein, die Deutsche Bahn sagt: Wir planen diese Protestler auf Schadenersatz zu verklagen, sollten wir ihrer Daten habhaft werden.

Im 21. Jahrhundert und vor dem Hintergrund, dass Historiker sich darüber einig sind, das ohne die Reichs-Bahn der Holocaust nicht möglich gewesen wäre[9], bin ich über diese Forderung als solche fassungslos vor Wut und Enttäuschung.

Wut darüber, dass es heute offenbar wichtiger zu sein scheint, dass der Bahnverkehr reibungslos vonstatten geht, als das sich Demokraten gegen eine Ideologie zur Wehr zu setzen, die im Zweiten Weltkrieg Millionen von Menschen auf grausamste Weise das Leben gekostet hat. Sind wir schon wieder so weit, dass die störungsfreie Alltäglichkeit bedeutender ist, als der Widerspruch gegenüber einer menschenverachtenden Ideologie? Wohlgemerkt: Einer Ideologie, die auch heute für viele Menschen zur Gefahr für Leib und Leben wird.

Enttäuscht bin ich darüber, dass es ausgerechnet der Deutschen Bahn offenbar nicht bewusst ist, welche Brisanz eine solche Forderung in diesem Zusammenhang enthält.

Sehr geehrter Herr Dr. Grube, ich bin vielleicht nur ein ganz unbedeutender Mensch, aber dennoch möchte ich von Ihnen persönlich als Chef der Deutschen Bahn erfahren, wie Sie - in Zeiten zunehmender Hetze gegenüber Flüchtlingen[10] ? zu diesen Forderungen Ihres Unternehmens stehen.

Freundliche Grüße,
Birgit Kramp

Mitglied des Bündnisses Bad Nenndorf ist bunt

P.S.: Wenn ich meinen Namen jetzt unter diesen Brief setze, dann weiß ich damit, dass ich mich und meine Familie wieder einmal mehr der Gefahr rechtsextremer Übergriffe aussetze, denn meine klare Position wird den Rechtsextremen ? wie immer ? nicht gefallen.



Verweise:

[1] Quelle: Radio Flora, Wunsch eines Naziredners in Bad Nenndorf am 1.8.2015: Eines Tages "wird es Menschen geben, die sagen: Aber der Holocaust ist mir persönlich scheißegal.?

[2] Blick nach Rechts zu Sven Skoda

[3] Aktionsbüro Mittelrhein - Verfahren gegen führende Mitglieder (Ihnen wird vorgeworfen eine Revolution und die Errichtung eines Staates nach nationalsozialistischem Vorbild angestrebt zu haben.)

[4] Militante Neonazi-Szene: Das andere Dortmund, Vor einem Jahr stürmten Mitglieder der Partei ?Die Rechte? das Dortmunder Rathaus. Seither nehmen die Provokationen kein Ende.

[5] Gegen Multi-Kulti: Die "Identitäre Bewegung"

[6] Der III. Weg: Dokumentation Report Mainz: Video: Wie "Der III. Weg" die Stimmung gegen Flüchtlinge anheizt; 04.08.15 | 06:34 Min.

[7] Oswald Pohl

[8] Wissenschaftliche Aufarbeitung: Das verbotene Dorf

[9] Akte D: Das Kriegserbe der Bahn

[10] Asylbewerber: Verfassungsschutz warnt vor Eskalation rechter Gewalt


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Rechts gegen Rechts


Rechts gegen Rechts - Der unfreiwilligste Spendenlauf Deutschlands geht weiter!


"In diesem Jahr kommt zu den verschiedenen Protestaktionen der unfreiwilligste Spendenlauf Deutschlands hinzu: Rechts gegen Rechts. Nach Wunsiedel heißt es nun auch in Bad Nenndorf: ?Marschieren und spendieren?. Für die passende Atmosphäre werden Plakate, Banner und Bodenmarkierungen an der Demonstrationsstrecke angebracht, die die Route durch motivierende Sprüche und typische Wettlaufelemente, wie Start- und Ziel-Linien, optisch in eine sportliche Spendenveranstaltung verwandeln. Sprüche wie ?National und freigiebig!? oder ?Endspurt statt Endsieg? werden die Demonstranten zum Laufen animieren ? denn das ist die eigentliche Idee:

Für jede Minute unerwünschter Aufenthaltszeit in Bad Nenndorf werden 10 Euro, von Bürger_innen und Unternehmen aus Bad Nenndorf, für die Entfernung von rechtsextremen Tattoos gespendet. Das bedeutet: pro 1 Minute = 10 Euro = 1 cm² Cover Up. Das sind bei ca. drei Stunden Laufzeit fast 2 m² rechtsextreme Tattoos, die gecovert werden können. Die Neonazis unterstützen dabei unfreiwillig das Projekt ex-it Tattooentfernung der Initiative EXIT-Deutschland. Das Projekt hat das Ziel, Personen, die aus der rechtsextremen Szene ausgestiegen sind, durch die Entfernung ihrer politischen Tätowierungen eine sichtbare Dimension ihres Ausstiegs zu ermöglichen, die in vielen Fällen auch dringend notwendig ist. Hierzu will EXIT ein bundesweites Netzwerk an Tattoo-Studios etablieren, an die die Betroffenen sich vertrauensvoll wenden können. Wenn sie die Aktion unterstützen wollen:

ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH

Commerzbank Berlin

Verwendungszweck: Spende exittattoo

SWIFT-BIC.: DRESDEFF100

IBAN: DE20 1008 0000 0906 4527 01


?Rechts gegen Rechts? ist eine Initiative des ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH und wird in Bad Nenndorf unterstützt von: Bad Nenndorf ist bunt - Bündnis gegen Rechtsextremismus e.V.

Fabian Wichmann, ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH, fabian.wichmann[at]zentrum-demokratische­-kultur.de | Tel: 0177 2404806

Jürgen Uebel, Bad Nenndorf ist bunt, info[at]bad-nenndorf-ist-bunt.com | www.bad-nenndorf-ist-bunt.com


Vielen Dank an die Sponsoren: Katholischen Kirchengemeinden im Dekanat Weserbergland | evangelische und katholische Gefängnisseelsorge der JVA Hannover | ev. - luth. St. Godehardi-Kirchengemeinde Bad Nenndorf| Bündnis 90 / Die Grünen (Lauenau)|Sonnen - Apotheke Lauenau | Jüdische Gemeinde Bad Nenndorf|Jusos Schaumburg | Celler Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus | Bad Nenndorf ist bunt e.V. | Kur-Apotheke Bad Nenndorf | Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus | Radio Flora Hannover | Barsinghausen ist bunt | SPD Bad Nenndorf | VfL Bad Nenndorf | Europaschule Gymnasium Bad Nenndorf | sowie den Bürgerinnen und Bürgern aus Bad Nenndorf und Umgebung."



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Anreise und Stadtplan:

Anfahrt mit dem PKW: Bitte rechtzeitig losfahren - es wird etliche Kontrollen rings um Bad Nenndorf geben, das kann zu Verzögerungen bei der Anfahrt führen!


Anfahrt von Westen her:
Wer aus westlicher Richtung zum Gottesdienst und/oder zur Kundgebung/Demo möchte, sollte die Bahnhofstraße südlich umgehen (Rodenberger Allee-Parkstraße-Promenade) oder über die Buchenallee kommen.

Ein Kreuzen der Bahnhofstraße zwischen Bahnhof und Landgrafenklinik/ Wincklerbad wird kaum möglich sein!



Anfahrt von Osten aus Hannover:

A2 oder B 65 fahren. Nach Autobahnabfahrt Bad Nenndorf, an der ersten Ampelkreuzung (Baumarkt Hellweg) rechts abbiegen, über die nächste Ampel geradeaus und die erste Straße (Buchenallee) links abbiegen. Oder noch etwas weiterfahren und die erste Einfahrt in den Ort nutzen (die zweite Möglichkeit nach der Ampelkreuzung links abbiegen.) Es gibt allerdings nur wenige Parkmöglichkeiten an der Hauptstraße (Ecke Bayern Stadl / ev. Kirche). Ein paar Meter weiter, kann aber links auf den Penny Parkplatz eingebogen werden.

Aus Wunstorf / Haste:
Auf der 442 bis zur Ortseingang Bad Nenndorf in die Hauptstraße einbiegen und dann weiter siehe oben.
Ebenfalls möglich ist die Einfahrt ins Industriegebiet (442; vor dem Bahnübergang BN) und dann bis zur Bornstraße.



Anreise mit der Bahn:
Der frühe Vogel fängt den Wurm! Bitte spätestens bis ca. 9.30 Uhr in Bad Nenndorf am Bahnhof sein. Dann über die Bornstraße, Kreuzstraße, Horster Straße zur Kurhausstraße (ca.15 Minuten). Der Gedenkstein, neben dem die Kundgebung stattfindet, befindet sich im oberen Teil der Kurhausstraße.

Um 9 Uhr beginnt der ökumenische Gottesdienst in der Kurmuschel (auf der Esplanade) - ca. 200 Meter vom Gedenkstein entfernt. Um 10.30 Uhr beginnt am Gedenkstein in der Kurhausstraße die Auftaktkundgebung.



Bei Fragen am Anreisetag empfehlen wir das von der Polizei eingerichtete Bürgertelefon, das unter der Telefonnummer 05723/9461-222 von 08:00 bis ca. 16:00 Uhr zu erreichen ist.




Stadtplan



Größere Kartenansicht

Wenn Sie auf "Größere Kartenansicht" klicken, gelangen Sie direkt zur Karte von Bad Nendorf auf Google Maps.

Routenplaner:

wegplaner.de

maps.google.de

falk.de

map24.com




Neonazis, Mitglieder rechtsradikaler Organisationen und deren Anhänger haben zu dieser Veranstaltung keinen Zutritt!


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Vorbereitungen für das 10. Internationale Kulturfest

Am Samstag, den 13.06.2015 findet unser 10. Internationales Kulturfest statt. Wer sich mit einem Beitrag oder einem Infotisch daran beteiligen möchte, wird gebeten unter folgender E-Mail-Adresse mit uns Kontakt aufzunehmen.

info@bad-nenndorf-ist-bunt.com



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Aktionswoche Stolpersteine Lauenau


++++Wichtiger Hinweis:
Die Stolpersteinverlegung am Donnerstag, den 29. Januar beginnt bereits um 9:00 Uhr! +++++++

Aktionswoche Stolpersteine Lauenau vom 26. bis 30. Januar 2015


Bericht in den Schaumburger Nachrichten:

"Die Verlegung der fünf Gedenksteine für jüdische Holocaustopfer in Lauenau wird gleich mit einer ganzen Aktionswoche umrahmt. Von Montag, 26.Januar, bis Freitag, 30. Januar, sind mehrere Veranstaltungen geplant, unter anderem mit dem Initiator des Stolperstein-Projekts, Gunter Demnig.

Lauenau. Der Arbeitskreis um Thomas Berger hat mittlerweile eine umfangreiche Dokumentation zur Geschichte jüdischen Lebens in Lauenau zusammengestellt. Juden waren demnach bis ins 20. Jahrhundert hinein fest in das Ortsleben integriert. Es gab beispielsweise mehrere Schlachter und Viehhändler jüdischen Glaubens. Auch direkt im Zentrum wohnten Juden.

Als Beispiel nennt Berger drei nebeneinanderliegende Gebäude: Das heutige Restaurant ?Akropolis?, das jetzige Haus des Trödelhändlers und das heutige ?Düvel-Haus? ? in allen dreien lebten Juden, das ?Akropolis? war zeitweise sogar deren Synagoge. Solche und weitere Details können die Besucher der Ausstellung ?Jüdisches Leben in Lauenau? erfahren, die am Montag, 26. Januar, um 10 Uhr in der Sparkassenfiliale eröffnet wird."

Quelle: Schaumburger Nachrichten - Aktionswoche für Stolpersteine

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