Bündnis gegen Rechtsextremismus

Presse

Pressespiegel vom 01.09.2010 - Rechtsextreme Gewalt in Bückeburg



Neonazis schlagen auf 27-jährigen Mann ein - 31.08.2010, Landeszeitung.de
'Bückeburg. Eine Gruppe von Rechtsradikalen hat am Samstagabend einen 27-jährigen Mann aus Kleinenbremen auf offener Straße im Stadtgebiet Bückeburgs verprügelt, getreten und mit Schlagstöcken am Kopf verletzt. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht. Erst als die Polizei eintraf, ließen die Täter von ihrem Opfer ab.

Mehrere Notrufe erreichten die Polizei am späten Samstagabend nach 22 Uhr. Anwohner hörten Schreie und sahen, wie eine Gruppe schwarz gekleideter junger Männer auf der Petzer Straße auf einen einzelnen Passanten eindrosch. Auch Autofahrer wurden Zeuge der Tat. Die Angaben über die Zahl der Täter variiert von über zehn bis 20 Männer.

Die Gruppe der Neonazis kam vom Gelände der Grundschule Im Petzer Feld, als sie den 27-Jährigen auf der Petzer Straße erblickte und als Aktivisten der Schaumburger Antifa identifizierte. Zunächst flogen Flaschen, dann Fäuste, schließlich wurde der Mann festgehalten und mit Schlagstöcken traktiert.

Die Polizei mobilisierte ein größeres Aufgebot, holte Verstärkung aus dem gesamten Landkreis sowie aus Minden. Im Einsatz waren 20 Beamte, darunter auch mehrere Hundeführer.

Vor dem Eintreffen des ersten Streifenwagens löste sich die Gruppe auf und flüchtete in die Dunkelheit der angrenzenden Wohngebiete. Dennoch verlief die Fahndung nicht erfolglos: In der näheren Umgebung des Tatortes stellte die Polizei mehrere Personen, die zur rechtsradikalen Szene gehören.

Die Staatsschutz-Abteilung in Nienburg sucht weitere Zeugen für die Tat auf der Petzer Straße und Personen, die Angaben über das Auftreten der Gruppe schwarz gekleideter junger Neonazis vor der Tat machen können. Hinweise bitte an die Polizei in Bückeburg, Tel.: 05722 / 9593 0. '




Rechtsextremisten prügeln Antifa-Mitglied krankenhausreif - 31.08.2010, HAZ, dpa
'Eine Gruppe von bis zu 20 Neonazis hat am Wochenende einen Anhänger der antifaschistischen Szene in Bückeburg zusammengeschlagen. Mit Faustschlägen und Fußtritten traktierten die Rechtsradikalen ihr Opfer, das mit Platzwunden und Prellungen ins Krankenhaus kam.

Mehrere Neonazis haben in Bückeburg im Landkreis Schaumburg einen 27-jährigen Angehörigen der örtlichen Antifa-Szene auf offener Straße zusammengeschlagen. Das Opfer habe Platzwunden und Prellungen erlitten, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag und bestätigte einen Bericht der „Schaumburger Zeitung“.

Die Polizei habe von sich aus nicht über den Vorfall berichtet, weil zunächst noch weitere Maßnahmen gegen die mutmaßlichen Täter geplant gewesen seien.
Der 27-Jährige war am späten Samstagabend in einem Wohngebiet aus einer Gruppe von 10 bis 20 schwarz gekleideten jüngeren Männern heraus angepöbelt und dann angegriffen worden. Die Täter, die nach Erkenntnissen der Polizei der regionalen Neonaziszene angehören, attackierten das Opfer mit Fußtritten und schlugen mit Fäusten und Gegenständen auf ihn ein. Der Mann wurde später verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Als die von Anwohnern und Autofahrern alarmierte Polizei mit mehreren Streifenwagen eintraf, flüchteten die Täter. Die Beamten konnten jedoch mehrere der Neonazis fassen. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. '





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Petition an den "Fürsten"

Sehr geehrter durchlauchtigster und hochgeborener
gnädiger Fürst und Herr

Wir bitten Eure fürstliche Gnaden diese Petition zum Demonstrations- und Versammlungsrecht in Bad Nenndorf zu beachten und zu prüfen und an die hohen Damen und Herren zu Landkreis Schaumburg und Justizministerium zu Hannover sowie Frau Justitia in den Hohen Gerichten zu Hannover und Lüneburg weiterzuleiten.

Vorzugsweise im Monat Augustus fallen braune Horden in diese Stadt ein. Geleitet von sichernden, uniformierten Kräften marschieren sie zum Wincklerbad, um verfälschende Reden zu halten, rechtsradikale Botschaften zu künden und zum Abschluss am Bahnhof verbotene Lieder zu singen. Den braven Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt verbleibt in Ohnmacht Einschränkungen mannigfaltiger Art zu ertragen – seit Anno 2006 jährlich zunehmend wiederkehrend.

Wir bitten Euer Hochwohlgeboren diese Einschränkungen uns braven Bürgerinnen und Bürgern zu nehmen durch ein „Verbot des traurigen Marsches“ durch Bad Nenndorf.

Wir bitten, Frau Justitia - zuweilen arg in die Jahre gekommen - bezüglich der nachlassenden Sehkraft ihres rechten Auges zu fördern und zu stärken, damit die braven Bürgerinnen und Bürger dieses Kurortes zeitlich und örtlich Raum zur Wahrnehmung ihres Demonstrationsrechtes erhalten.
Ernstlich Sorge tragen Alt und Jung, dass die demokratischen Grundrechte hier im Landkreis Schaumburg über den Deister gehen.

Euer Hochwohlgeboren fördere und stütze die Gewaltigen der bildwerfenden und schreibenden Zunft, damit über die Grenzen unseres Landkreises Schaumburg hinaus ihr gewaltiges Medienecho die bunte Vielfalt und streitbare Kreativität Bad Nenndorfs künde: Bunt statt braun!

Wir erbitten Eure Unterstützung und entbieten Euch unseren untertänigen gehorsamen Dienst im Streite für Demokratie und Freiheit vor brauner Geißel und Willkür.

Bad Nenndorf, im Jahre 2010 des Herrn

den 27. Augustus

für Samtgemeinde Nenndorf und das Bündnis
„Bad Nenndorf ist bunt“




Hier geht`s zur Bildergalerie der Schaumburger Nachrichten:
900 Jahre Schaumburg: Der "Fürst" in Bad Nenndorf



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DGB zu Schünemann-Vorwürfen wegen Neonazi-Demo

Widerspruch vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) erntet der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) für seine Kritik an den Vorbereitungen zur Neonazi-Gegendemo am vergangenen Samstag in Bad Nenndorf. DGB-Landesvorsitzender Hartmut Tölle sagte: „Der Deutsche Gewerkschaftsbund engagiert sich intensiv, um friedlichen Protest gegen Rechtsextremismus und Rassismus zu organisieren. Durch die Koordination des DGB ist es in Bad Nenndorf gelungen, ein buntes Bündnis quer durch alle Bevölke-rungsschichten zu gründen. Bei der Vorbereitung und Durchführung setzt der DGB dabei immer auf die Kooperation mit den Behörden und der Polizei. Durch die Äußerungen des Innenministers wird dieses breite gesellschaftliche Bündnis bedauerlicherweise in Misskredit gebracht. Dabei wäre Herr Schünemann als Mitglied der Landesregierung aufgefordert gewesen, sich an prominenter Stelle an dem Bündnis zu beteiligen.“

Hartmut Tölle sagte, das Gesprächsangebot des Ministers zu einem Runden Tisch nehme er gerne an: „Wenn Irritationen entstanden sind, will ich diese Gelegenheit gerne nutzen, sie auszuräumen. Und gerade vor dem Hintergrund, dass die Neonazis in Bad Nenndorf bereits bis zum Jahr 2030 Demonstrationen angemeldet haben, macht ein Austausch zwischen dem Bad Nenndorfer Bündnis gegen Rechts, den Behörden und der Politik Sinn.“


DGB Niedersachsen Bremen
Sachsen-Anhalt


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Veranstaltungsverbot für Demokraten und friedliche Demonstranten gegen Rechts

Der niedersächsische SPD-Landesvorsitzende Olaf Lies hat mit „größtmöglichem Unverständnis“ auf die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Hannover reagiert, den so genannten „Trauermarsch“ von Neonazis durch Bad Nenndorf zuzulassen, eine Gegendemonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes aber zu verbieten. „Diese Entscheidung ist nicht nachvollziehbar und schlecht für die Demokratie. Während Verfassungsfeinde das Recht der Versammlungsfreiheit genießen dürfen, wird engagierten Demokraten untersagt, eine Gegenveranstaltung abzuhalten“ sagte Lies am heutigen Freitag. Lies sagte, die Konsequenzen dieser Entscheidung seien „verheerend“. „Schon jetzt feiern die Rechten im Internet ihren Erfolg und gehen von einer großen Mobilisierung in den eigenen Reihen durch diese Entscheidung aus“, sagte Lies. Gerade vor diesem Hintergrund müsse das nun zuständige Oberverwaltungsgericht die Genehmigung der rechten Demonstration kurzfristig einkassieren. Wichtig sei jetzt, ein positives Zeichen zu setzten und die weiteren Veranstaltungen des Bündnisses „Bad Nenndorf ist bunt“ zu unterstützen.

Der Landesvorsitzende erklärte weiter, dass das NPD-Verbotsverfahren wieder auf die politische Tagesordnung gehöre. „Rechten Strukturen gehört das Wasser abgegraben. Ich fordere die Landesregierung auf, sich im Bundesrat engagiert für die Möglichkeiten eines NPD-Verbotes einzusetzen. Es darf nicht sein, dass Demokratiefeinde weiterhin aus Steuergeldern unterstützt werden“, so Lies.


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Pressespiegel zum Verbot der Gegendemonstration

Freitag, der 13.08.2010


Neonazis dürfen marschieren, der DGB nicht - Schaumburger Nachrichten Online, 13.08.2010
(rwe)
'Bad Nenndorf (rwe). Für die Demokraten aus dem Bündnis „Bad Nenndorf ist bunt“ ist es ein Schock. Das Verwaltungsgericht Hannover hat gestern Abend dem Eilantrag der rechtsextremistischen Veranstalter stattgegeben, das vom Landkreis Schaumburg verhängte Verbot ihres sogenannten Trauermarsches am 14. August aufzuheben. Zugleich lehnte die 10. Kammer in einem zweiten Eilverfahren das gleichlautende Ansinnen des DGB als Anmelder der Gegendemonstration ab. Der friedliche Protest der Gegendemonstranten bleibt damit untersagt.

Die Richter hielten den von der Ordnungsbehörde festgestellten „polizeilichen Notstand“ für gegeben. Demnach fehlen fünf Hundertschaften, um bei zwei Versammlungen für Sicherheit zu sorgen. Jedoch sah die Kammer unter dem Vorwitz von Ingo Behrens keinen Anlass dafür, nicht wenigstens eine Versammlung zu genehmigen. Das 2000 Polizisten starke Aufgebot dürfte reichen, um einen Aufzug zu schützen und auch „die übrige Gefahrenlage zu beherrschen“, selbst wenn auf der Gegenseite mit militanten Aktivisten zu rechnen ist.
Das Gericht gab den Neonazis den Vorzug, unter anderem weil diese ihren Aufzug zuerst angemeldet hatten. Zudem sei „entscheidend“ zu berücksichtigen, dass nach Einschätzung der Polizei bei 400 bis 500 Linksextremisten ein „offenkundig deutlich mehr gewalttätiges Potenzial“ zu erwarten sei als aufseiten der Autonomen Nationalisten, deren Zahl auf 250 geschätzt wird.
„Das ist der worst case und eine Katastrophe für jeden Bürgerprotest“, sagt Steffen Holz vom Bündnis. Ihm fehlen die Worte. Vier Jahre Aufbau eines couragierten Protestes würden vom Tisch gewischt.'




Neonazis marschieren, Gegendemo verboten - Schweizer Fernsehen, 13.08.2010
(apn/halp)
'Das Verwaltungsgericht Hannover hat das Verbot einer am Samstag im deutschen Bad Nenndorf geplanten Neonazi-Demonstration aufgehoben. Zugleich bestätigte das Gericht das Verbot einer Gegendemonstration, zu der der DGB aufgerufen hat. Es fehle an Sicherheitskräften, so die Richter.

Der niedersächsische Kreis Schaumburg hatte zuvor sowohl den sogenannten «Trauermarsch» der Neonazis, als auch die Gegendemonstration untersagt und dies mit einem polizeilichen Notstand begründet.

Beide Veranstalter hatten gegen die Verbote Eilanträge gestellt. Auch das Verwaltungsgericht ging in seinen Entscheidungen von einem polizeilichen Notstand und erheblichen Gefahren für Menschen und Sachen aus, sollten beide Demos stattfinden.

500 Polizisten fehlen

Wegen des erhöhten Zulaufs zu den Demonstrationen benötige man statt der eingeplanten 2000 nun 2500 Polizeibeamte, erklärte das Gericht. Die 500 zusätzlichen Kräfte stünden jedoch nicht zur Verfügung.'




Proteste gegen Nazis untersagt: “Unglaublicher Vorgang” - npd-blog.info, 13.08.2010

'Als ebenso einzigartigen wie unglaublichen Vorgang bewertet Sebastian Wertmüller vom DGB in Hannover die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Hannover, für den 14.08. das Verbot des Naziaufmarsches in Bad Nenndorf aufzuheben, das Verbot der Gegendemonstration von “Bad Nenndorf ist bunt” (angemeldet vom DGB) aber zu bestätigen.'




Böse Überraschung - Neonazi-Aufmarsch in Bad Nenndorf erlaubt - Hitradio Antenne Niedersachsen, 13.08.2010

'Das Verwaltungsgericht Hannover hat entschieden: Ein Neonazi-Aufmarsch in Bad Nenndorf wird erlaubt. Eine Gegendemonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes bleibt dagegen verboten.

Böse Überraschung

Die Neonazis dürfen wie geplant in Bad Nenndorf demonstrieren. Das Verwaltungsgericht Hannover kippte ein entsprechendes Verbot des Landkreises Schaumburg. Damit gaben die Richter einem Eilantrag der Rechtsextremen statt. Den Antrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der zu einer Gegendemonstration aufgerufen hatten, lehnten sie jedoch ab. Der DGB will nun gegen das Urteil vor dem niedersächsischen Oberverwaltungsgericht Beschwerde einlegen.'




Neonazi-Demo in Niedersachsen: Rechte dürfen demonstrieren, Linke nicht - sueddeutsche.de, 13.08.2010

'Seit 2006 organisieren Rechte im niedersächsischen Kurort Bad Nenndorf alljährlich einen "Trauermarsch". In diesem Jahr bleiben die Neonazis wohl weitgehend unbehelligt - eine Gegendemo des DGB wurde verboten.

Seit Neonazis im niedersächsischen Bad Nenndorf einmal im Jahr einen Aufmarsch veranstalten, rückt der Kurort nahe Hannover zumindest zeitweise in den Fokus medialer Aufmerksamkeit. In diesem Jahr liegt das nicht allein daran, dass am Wochenende Dutzende Rechte durch die Straßen der Kleinstadt marschieren werden, sondern vor allem daran, dass sie dabei relativ ungestört bleiben werden: Das Verwaltungsgericht Hannover hat am Donnerstag eine Gegendemonstration des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) verboten.'




Gegendemo verboten – Gericht erlaubt Neonazi-Demo - Welt Online, 13.08.2010

'Neonazis dürfen am Wochenende erneut durch den niedersächsischen Kurort Bad Nenndorf marschieren – eine Gegendemonstration des DGB bleibt dagegen verboten. Das entschied das Verwaltungsgericht Hannover. Es kippte damit ein Verbot des Landkreises Schaumburg.'







Donnerstag, der 12.08.2010

Neonazis dürfen in Bad Nenndorf marschieren - ndr.de, 12.08.2010

Von Stefan Schölermann, NDR Info

'Die Neonazis dürfen nun doch am Sonnabend in Bad Nenndorf demonstrieren. Das Veraltungsgericht Hannover kippte am Donnerstag ein entsprechendes Verbot des Landkreises Schaumburg und gab einem Eilantrag der Rechtsextremen statt. Das Verbot der Gegendemonstration des bürgerlichen Bündnisses "Bad Nenndorf ist bunt" bestätigte das Gericht jedoch und lehnte somit einen Eilantrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ab.

"Schlag in die Magengrube aller Demokraten"

Fassungslosigkeit und Entsetzen sind die ersten Reaktionen in Bad Nenndorf nach dem Richterspruch aus Hannover. Der Mitbegründer des Bündnisses "Bad Nenndorf ist bunt", Apotheker Jürgen Übel, sprach von einem "Schlag in die Magengrube aller Demokraten" und bescheinigte dem Urteil eine "katastrophale Signalwirkung". Ähnlich äußerte sich der Bad Nenndorfer Samtgemeindedirektor Bernd Reese: "Ich bin fassungslos", sagte er und fügte hinzu: "Es muß sich doch auch bis zum Verwaltungsgericht herumgesprochen haben, dass da braune Wölfe im Schafspelz durch Bad Nenndorf marschieren wollen."'





Bad Nenndorf: Neonazis dürfen ungestört marschieren - npd-blog.info, 12.08.2010

'Das Verwaltungsgericht Hannover hat laut Medienberichten das Verbot für den am 14. August 2010 geplanten “Trauermarsch” von Neonazis in Bad Nenndorf aufgehoben. Damit gaben die Richter einem Eilantrag der Rechtsextremen statt. Den Antrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes für eine Gegendemonstration lehnten sie hingegen ab. Der Landkreis Schaumburg hatte zuvor beide Demonstrationen verboten, weil polizeilicher Notstand herrsche. Dies sei jedoch nicht zulässig, teilte das Gericht mit. Zumindest eine Veranstaltung könne bewältigt werden. Die Rechten hätten ihre Versammlung zuerst angemeldet und dürften daher demonstrieren (Az. 10 B 3508/10 und 10 B 3503/10).'




Neonazi-Marsch genehmigt - Gegendemo verboten - Spiegel Online, 12.08.2010
otr/dpa/ddp/apn

'Das Verwaltungsgericht Hannover hat einen Neonazi-Propagandamarsch erlaubt und eine DGB-Gegendemo verboten. Begründung: Für beides gebe es nicht genug Polizisten, die Rechtsradikalen hätten ihre Veranstaltung zuerst angemeldet - und vor allem gehe von den Linken mehr Gefahr aus. Die Empörung ist groß.

Hannover - Neonazis sollen am Wochenende erneut durch den niedersächsischen Kurort Bad Nenndorf marschieren dürfen - eine Gegendemonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) bleibt dagegen verboten. Das entschied das Verwaltungsgericht Hannover. Es kippte damit ein Verbot des Landkreises Schaumburg.

Die Kreisbehörde hatte beide Demos wegen eines Polizeinotstands untersagt: Ihrer Einschätzung nach sind nicht genügend Polizisten verfügbar, um die Kundgebungen zu begleiten. Polizeierkenntnissen zufolge wären bis zu 250 gewaltbereite Rechts- und etwa 500 gewaltbereite Linksextremisten zu erwarten; insgesamt stellte sich der Landkreis auf bis zu 1000 Neonazis und bis zu 2000 Gegendemonstranten ein. Beide Seiten zogen gegen das Verbot vor das Verwaltungsgericht - und das entschied nun für den Neonazi-Aufmarsch.'





Gericht erlaubt Neonazi-Demo - Gegendemo verboten - sueddeutsche.de, 12.08.2010
(dpa)

'Hannover (dpa) - Neonazis dürfen am Wochenende durch Bad Nenndorf in Niedersachsen marschieren - eine Gegendemonstration des DGB wurde verboten. Das Verwaltungsgericht Hannover kippte damit eine Entscheidung des Landkreises Schaumburg. Der hatte beide Demos untersagt, weil nicht genügend Polizisten verfügbar seien. Das Gericht entschied, die Beamten könnten zumindest eine Veranstaltung bewältigen.'




Gericht: Neonazis dürfen demonstrieren - bild.de, 12.08.2010
(dpa/lni)

'Hannover (dpa/lni) - Das Verwaltungsgericht Hannover hat das Verbot für den am Samstag geplanten Aufmarsch von Neonazis in Bad Nenndorf gekippt. Damit gaben die Richter am Donnerstag einem Eilantrag der Rechtsextremen statt. Den Antrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes für eine Gegendemonstration lehnten sie jedoch ab. Der Landkreis Schaumburg hatte beide Demos verboten, weil polizeilicher Notstand herrsche. Dies sei jedoch nicht zulässig, teilte das Gericht mit. Zumindest eine Veranstaltung könne bewältigt werden. Die Rechten hätten ihre Versammlung zuerst angemeldet und dürften daher demonstrieren (Az. 10 B 3508/10 und 10 B 3503/10).'



13.08.2010 00:10 BNib-bk


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14. 08. 2010 - Nazis in Bad Nenndorf: Auflagen machen Bad Nenndorf zur geteilten Stadt

"Bunt statt Braun - Den Nazis entgegentreten!", heißt es im Aufruf von 'Bad Nenndorf ist bunt' für den 14. August. Doch nach Ansicht der Bürgerinitiative versucht die Versammlungsbehörde mit den Auflagen für die Veranstaltung alles, um den Bürgerprotest gegen die Nazis zu behindern. Trotz eines ausführlichen Kooperationsgespräches mit Verwaltung und Polizei wurde kein einziger der Kompromissvorschläge der Nazigegner berücksichtigt, informiert Sebastian Wertmüller vom DGB für den Anmelder.

Der Landkreis gestattet am 14.08. lediglich eine Demonstration von der Bornstraße (Auftakt) zum Thermalbad (Kundgebung) und zurück zur Bornstraße(Abschluss). Damit werde das Ziel der Veranstalter, mit einem Zug zum VfL-Gelände einen gemeinsamen Abschluss mit dem Sportverein auf deren Gelände zu finden, untersagt. Udo Husmann vom Bad Nenndorfer Bündnis: "Obwohl wir ein gemeinsames Bündnis sind, sollen wir nur getrennt demonstrieren dürfen." Die Begründungen für die Routenänderungen seien schwer nachvollziehbar, Hauptproblem der Verwaltung sei anscheinend, dass Polizeifahrzeuge nicht an
jeder Stelle den Demozug begleiten könnten. Das Ergebnis sei, dass der Kurort für den Naziaufzug in Ost und West geteilt werde - für das Bündnis ein unzumutbarer Zustand!

Mit einer Vielzahl einengender und juristisch umstrittener Auflagen bemüht sich die Versammlungsbehörde die Durchführung der Veranstaltung zu erschweren. So werden kostenträchtige Sonderausstattungen für Lautsprecheranlagen gefordert. Die Polizei will Ordnerinnen und Ordner der vom DGB angemeldeten Veranstaltung einer Zuverlässigkeitsprüfung unterziehen. Außerdem werden Auflagen zur Bekleidung der Demonstranten erlassen und unrealistische Zeitvorgaben zur Durchführung der Veranstaltung gemacht. So werden nach Ansicht von 'Bad Nenndorf ist bunt' Bürgerinnen und Bürger von zivilgesellschaftlichen Engagement abgeschreckt.

Besonders ärgerlich finden die Veranstalter, dass angebliche 'Kooperationsgespräche' geführt werden, aber anstatt kooperativer Absprachen dann ausschließlich Bedingungen diktiert werden. Der DGB-Chef: "Kooperation stelle ich mir anders vor."

Das ganze Schriftstück sei von einem Generalverdacht nicht nur gegen den DGB und das Bad Nenndorfer Bündnis durchzogen, sondern gegen den Bürgerprotest gegen Nazis insgesamt. Udo Husmann: "Unterstellungen, dass unsere Proteste auf eine nicht mehr kontrollierbare Eskalation hinauslaufen, weisen wir entschieden zurück. Wir führen seit Jahren Demonstrationen gegen Rechtsextreme durch und tragen - so wie auch 2009 in Bad Nenndorf - maßgeblich zu einem friedlichen Verlauf bei." Das Bündnis 'Bad Nenndorf ist bunt' erwartet mehr Sensibilität gegenüber den Bürgerinnen und Bürger, die ihr Grundrecht auf Versammlungsfreiheit wahrnehmen.

Jürgen Übel vom Bündnis weist darauf hin, das die Gefahr nach wie vor von den anreisenden Nazis ausgeht: "Wenn diese sich durch protestierende Bürger provoziert fühlen und es deswegen so strenge Auflagen braucht, warum wird deren Aufzug dann nicht untersagt?"

Wertmüller weiter: "Gern wird in Sonntagsreden von einem 'Aufstand der Anständigen' und von Zivilcourage geredet. Aber wenn die Bürger sich dann aufmachen gegen einen Nazimob zu demonstrieren, werden ihnen unnötig Knüppel in den Weg gelegt." Man werde die Auflagen der Verwaltung durch einen Fachjuristen prüfen lassen und gegebenenfalls juristisch dagegen vorgehen.

Das Bündnis "Bad Nenndorf ist bunt" stellte in seiner Sitzung am 29.07. einmütig fest, dass es sich von kleinlichen Auflagen nicht einschüchtern lasse. Man rechne mit deutlich mehr Teilnehmern als in der Vergangenheit, die eigentliche Mobilisierung beginne gerade. Es bleibe bei der gemeinsamen Botschaft, dass man die Nazis nicht in Bad Nenndorf haben wolle. Bis das erreicht sei werde es immer mehr entschiedene Proteste geben.

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DGB-Region Niedersachsen-Mitte
www.region-niedersachsen-mitte.dgb.de






Weitere Infos zum Thema:

Steht "Bad Nenndorf ist bunt" mit dem Problem fragwürdiger Entscheidungen seitens der Ordnungsbehörden vielleicht gar nicht allein da?

Ganz aktuell ist auch die Entscheidung einer anderen Ordnungsbehörde:
In Anklam werden die Nazis am 31.07.2010 marschieren während der Widerstand nach dem Verbot des Landkreises Ostvorpommern seit dem 28.07.2010 wieder demobilisiert: "Demo verboten, fahrt nicht nach Anklam!"

Endstation Rechts - NPD ohne Protest durch Anklam? Landkreis verbietet Demonstrationen – NPD will klagen

Endstation Rechts - Ein Eigentor für die Demokratie: NPD darf durch Anklam marschieren (Kommentar)

Endstation Rechts - Heftige Kritik vom Protestbündnis an Ordnungsbehörden in Anklam

taz.de - "Purer Hohn" von Andreas Speit

Aktionsbündnis - Demo verboten, fahrt nicht nach Anklam!


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Schaumburger Nachrichten: Das Duell am 14. August heißt Solidarität gegen Angst

Quelle:
Schaumburger Nachrichten - Das Duell am 14. August heißt Solidarität gegen Angst 22.06.2010(tes)


'Blockade der Bahnhofsstraße, Gegenaktionen und vor allem eine bunte Party in der ganzen Stadt: Bei dem, was die Teilnehmer der Diskussion des Büdnnisses „Bad Nenndorf ist bunt“ und des DGB vorgeschlagen haben, soll den Veranstaltern des sogenannten Trauermarsches am 14. August die Lust vergehen.

Bad Nenndorf (tes). Alles über Chancen und Risiken von zivilgesellschaftlichen Einsatz gegen Rechtsextremismus erklärten Referenten am Beispiel der Städte Wunsiedel und Gräfenberg (beide Oberfranken), die Orte rechtsextremer Aufmärsche waren. Bis infolge von massivem Bürger-Protest der braune Spuk beendet wurde

„Auch bei uns ging es darum, die Trauermarsch-Lüge aufzudecken“, betonte Oliver Jauernig, Mitarbeiter Projektstelle gegen Rechtsextremismus Bad Alexandersbad zum Thema Wunsiedel, das seit der Beisetzung von Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß von 1988 bis 2005 als die Wallfahrtsstätte für Rechtsextremisten galt. Wie in Bad Nenndorf steigerte sich die Teilnehmerzahl von Jahr zu Jahr. Zu Beginn waren es 120 zum Schluss fast 5000 aus 16 europäischen Ländern.

Erst als der CSU-Bürgermeister und 200 Demokraten mit einer Sitzblockade die Aufzugsstrecke der Nazis belagerten und unbegehbar machten, kam Bewegung in die Sache. In der Folge sei das Gesetz geändert und die Aufmärsche verboten worden, so Jauernig. „Wir haben die Stadt zurückerobert.“

Bürger raus, Neonazis rein: Dieser salomonische Richterspruch brachte in Gräfenburg die Bürger auf die Barrikaden. Aus der ganzen Region kam der Protest. Von 1999 bis 2009 wurde die 4500 Einwohner-Stadt 45 bis 50 mal Schauplatz von Demonstrationstourismus mit bis zu 240 Neonazis und galt mit seinem Kriegerdenkmal Vorderbühne lange als Ersatz für Wunsiedel. Eine Rolle, die jetzt Bad Nenndorf droht.

Zuvor habe es auch in Gräfenberg keine Neonazi-Strukturen gegeben, warnte Michael Helmbrecht vom Bürgerforum Gräfenberg. Diese Szene habe sich im Schatten der Aufmärsche entwickelt. Die Stadt griff zu einem Trick: Das ehemals öffentliche Gelände, auf dem sich das Ziel der Nazis befand, wurde in private Hände eines Vereins gegeben. Die Bürger gingen unermüdlich auf die Straße. Auch Jauernig riet: „Beschränken Sie sich nicht auf Bad Nenndorf, das tun die Nazis auch nicht.“'
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Presse zum Kulturfest 2010

"Der Funke ist übergesprungen" 06.06.2010 Schaumburger Nachrichten
Teschner
Bad Nenndorf (tes). Sonne, kunterbuntes Programm und nur strahlende Gesichter im Organisationsteam des Bündnisses „Bad Nenndorf ist bunt“: So viele Demokraten wie nie zuvor feierten ein farbenfrohes Kulturfest und haben dafür gesorgt, dass nicht nur Bad Nenndorfer Bürger im Kampf gegen die alljählichen Nazi-Märsche zusammengewachsen sind.


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Bad Gandersheim: NPD plant Landesparteitag

Aus aktuellem Anlass einige Infos aus dem Netz zum geplanten Landesparteitag der NPD in Bad Gandersheim:

Gandersheimer Kreisblatt: Bad Gandersheim!!!DAS AKTUELLSTE SOFORT!!!- Donnerstag, 06.05.2010 - 08:47
'Kur- und Verkehrsverein (KVV): Vorsitzender Peilk Gottschalk ruft zur Demo gegen NPD auf
Wie andere Organisationen und Parteien hat auch der Kur- und Verkehrsverein Bad Gandersheim am Harz e.V. mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen, dass am Sonntag, den 9. Mai 2010 die NPD nun doch ihren Landesparteitag im ehemaligen Kurhaus abhalten wird. Leider sind alle anderen Rechtmittel gescheitert. Von daher ruft Peik Gottschalk (Foto), erster Vorsitzender des Kur- und Verkehrsvereins (KVV) alle Mitglieder, die sich körperlich in der Lage fühlen, auf, sich an der friedlichen Protestaktion zu beteiligen. Gleichzeitig bittet Gottschalk seine Mitglieder, auch Freunde und Bekannte mitzubringen. "Die Stadt muss durch eine Riesen Menschenmenge zeigen, dass wir diese Partei und ihre Anhänger nicht in der Stadt wollen. Bitte beweisen Sie alle Zivilcourage."fis'


HNA.de: Landrat: Die NPD muss verboten werden 'Bad Gandersheim. Es gibt keine Hoffnung mehr, den NPD-Landesparteitag in Bad Gandersheim auf juristischem Wege zu verhindern. „Das können wir sein lassen“, sagte Bad Gandersheims Bürgermeister Heinz-Gerhard Ehmen am Mittwoch. Die Gefahr, sich dabei zu blamieren, sei zu groß.
Solange die NPD nicht verboten sei, sei ein solcher Parteitag kaum zu verhindern, betonte Northeims Landrat Michael Wickmann. Er appellierte an Land und Bund: „Diese Partei muss verboten werden.“ Ihr Gedankengut sei nicht verfassungskonform.
1000 Menschen werden am kommenden Sonntag in Bad Gandersheim gegen den zeitgleich in der Kurstadt stattfindenden Parteitag der Neonazis demonstrieren, schätzten Ehmen und Wickmann. Mehr lesen!'


Evangelischer Pressedienst: In Bad Gandersheim wächst der Protest gegen NPD-Parteitag
'Bad Gandersheim (epd). In der südniedersächsischen Kleinstadt Bad Gandersheim wächst der Protest gegen einen von der NPD einberufenen Landesparteitag am Sonntag. Der Kreisausschuss des Landkreises Northeim beschloss, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen, um das Treffen zu verhindern. Die örtliche Friedensinitiative meldete einen Demonstrationszug zur Tagungsstätte an. Der SPD-Kreistags- und Landtagsabgeordnete Uwe Schwarz aus Bad Gandersheim sagte dem epd am Dienstag, er sehe durchaus Chancen für ein Verbot der NPD-Veranstaltung. Mehr lesen!'


Allen Gegendemonstranten wünschen wir einen friedlichen und erfolgreichen Verlauf ihrer Veranstaltungen!

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kompetent. für Demokratie: Kein Frühling für Nazis in Berlin

Quelle: kompetent. für Demokratie - Kein Frühling für Nazis in Berlin

'Das Modell Dresden macht Schule. Eine starke Zivilgesellschaft und eine taktisch besonnene Polizei haben der bundesdeutschen Neonaziszene am 1. Mai eine neuerliche Niederlage zugefügt.

Von Holger Kulick

„Und Tschüss...“ hatte jemand groß auf ein Holzbrett an einem Baum gemalt, der Schlusspunkt einer überaus erfolgreichen, gewaltfreien Neonazidemütigung in Berlin. Denn geknickt trotteten rund 600 bis 700 Rechtsextremisten daran vorbei, die zuvor eigentlich triumphal durch Pankow und den Prenzlauer Berg marschieren wollten, quer durch ihre „Reichshauptstadt“, wie die ewiggestrigen Hitler-Fans in ihren hasserfüllten Reden immer wieder betonten. Doch sie kamen nur 500 Meter weit.

Vier Stunden Beineindenbauchstehen waren um, da kapitulierten die von weit her angereisten braunen Geister, darunter mit langen Gesichtern etliche ihrer Möchtegernführer aus Hamburg, Hessen und Nordrheinwestfalen. Es war der späte Nachmittag des 1. Mai 2010, als sie auf der Stelle kehrt machten um frustriert zu ihrem Ausgangspunkt an der Bornholmer Brücke zurückzukehren, eingeschnürt in einen Polizeikessel ähnlich wie schon im Februar in Dresden, als sie nicht einen Meter weit gekommen waren. Als zu groß erwies sich der Bürgerwiderstand rund herum - sichtbar und hörbar. Von Balkons und aus Fenstern wurde mit Kochtöpfen und Platikflaschen Lärm entfacht und wo auch immer sie aufblickten, gab es handgemalte Transparente an Hausfassaden zu sehen, wie „Kein Herz für Nazis“, „Pankow ist bunt“, „Nazi kack“, „Mehr Bildung für Faschisten“ oder „Nazis zurück in die Geschichte.“ Die ironisch härteste Variante bot der Spruch, „Liegt ein Nazi tot im Schrank, war der Schreiner wohl ein Punk“, denkanstoßgebender klang „Lieber Kitas bauen statt für Nazis Geld zu verbrennen“ angesichts des teuren Polizeigroßeinsatzes rundherum.

Gleich drei Wasserwerfer waren demonstrativ bis zur Kreuzung Bornholmer Straße/ Schönhauser Allee vorweg gefahren, verzichteten aber auf einen Einsatz, weil deutlich mehr Bürger/-innen als Neonazis auf der Straße standen, um zu artikulieren, dass Nazis in ihrem Kiez nichts verloren haben. Recht kreativ waren auch hier die mitgeführten Transparente. Sie reichten von: „Zipfelpower gegen rechts“ bis „Diktaturen sind Einbahnstraßen, in Demokratien herrscht Gegenverkehr“. Mehr lesen!'



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