Bündnis gegen Rechtsextremismus

Resolutionen

RESOLUTION der Vereine und Verbände: Bad Nenndorf gegen Neonazis - am 31.07. und 01.08.09 gemeinsam protestieren!

Der Aufmarsch von Neonazis am 1. August in Bad Nenndorf stört das friedliche Zusam-menleben und schadet dem Wohl und Ansehen unserer Stadt. Mit dem Bündnis „Bad Nenndorf ist bunt“, Kirchen, Schulen, Politik, Gewerkschaften, sozialen Einrichtungen, Vereinen, Verbänden und Organisationen aus dem gesamten Landkreis Schaumburg treten wir für Vielfalt und Toleranz ein - gegen die Propaganda und antidemokratische Ideologie der Neonazis.

Die Geschichte des Wincklerbades als britisches Militärgefängnis wurde bereits nach dem 2. Weltkrieg in Großbritannien öffentlich von Parlament und Gerichten bearbeitet. Die Freien Kameradschaften u.a. Neonazi-Organisationen haben hier seit 2006 nichts Neues mehr zu „entdecken“. Wir lassen es nicht zu, Übergriffe gegenüber Häftlingen, die nach 1945 u.a. wegen Kriegsverbrechen verhört wurden, heuchlerisch zu Propagandazwecken zu missbrauchen. Die Misshandlungen, zu denen es bei Verhören kam, wurden umgehend geahndet. Die in der Geschichte einmaligen Kriegsverbrechen und der Holocaust aber, für die - von den Neonazis geleugnet - das NS-Regime verantwortlich ist, hinterlassen eine dauerhafte Verantwortung für uns: Wachsam zu sein gegen den Geist, aus dem das NS-Regime wuchs.

Deshalb lassen wir es nicht zu, dass Bad Nenndorf als Bühne für Aktivitäten gegen die Demokratie, gegen die Menschenwürde, gegen die Erinnerung an den Holocaust und für die Verdrehung der Geschichte genutzt wird. Wir rufen auf zur Aktion „BN zeigt bunt“, Fr., 31.07., 14 Uhr Vorbereitungen zur bunten Straßen-Dekoration (am Schlammbadehaus), 17:30 Uhr Abend-Kundgebung (Wincklerbad), ab 18 Uhr Dekoration der Bahnhofstr. sowie zu den Veranstaltungen am Sa., 01.08., 9:30 Uhr Ökumenische Andacht (Musikmuschel), 10:30 Auftaktkundgebung und Demonstration (ab Bahnhofsvorplatz), 12-15 Uhr große Kundgebung (Kurhausstr.). Unsere Stadt soll eine Stadt der Demokratie und Toleranz bleiben. In Bad Nenndorf haben Feinde der Demokratie keinen Platz!

Vorstand und Beirat, Kulturforum BN; Vorstand, Schützenverein Horsten; Antje Kastening, MTV Waltringhausen; Otto Engelking, MGV BN; Rüdiger Bax, Tennis-Verein Blau-Weiss BN; Silke Busche, Kultur und Tourismus / KurT; Bernd Lescher und Ulrich Dehne, Skigemeinschaft Nordschaumburg e.V.; Horst Schiller, Klinik Niedersachsen; Henning Jürgens, IGBN; Heinz Buss, Seniorengemeinschaft Riepen; Christian Schubert, Ev. Luth. Kirche BN; Kurt Junior, Kneipp-Verein BN; Klaus Strempel, Kulturzentrum Alte Polizei, Stadthagen; Ralph Tegtmeier, SPD SHG; Thomas Konior, SPD-OV BN; Mark Schäfer, Die Linke, Kreisvors.; Olaf Buschmann, Die Linke, OV BN-Rodenberg; Ellen Hültenschmidt, CDU-Fraktion BN; Udo Husmann, SPD-Samtgemeindeverband Nenndorf; Ortrud Göring, FDP-OV BN; Bernd Reese, Bürgermeister der Samtgemeinde Nenndorf



Hier finden Sie die Veranstaltungsabläufe.



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RESOLUTION der Samtgemeinde Nenndorf und RESOLUTION der Stadt Bad Nenndorf


RESOLUTION

des Samtgemeinderates der Samtgemeinde Nenndorf




Die Samtgemeinde Nenndorf ist eine weltoffene, tolerante Gemeinde mit einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft.
Wir wollen, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger und alle Gäste – gleich welcher Herkunft, Religion oder Nationalität – in unserer Samtgemeinde wohl fühlen und unbehelligt leben, lernen und arbeiten können.
Wenn Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Nationalität, Kultur oder sozialer Stellung angefeindet oder diskriminiert werden, verstößt das nicht nur gegen das Grundgesetzt, sondern stört auch das friedliche Zusammenleben und schadet dem Wohl und Ansehen der Samtgemeinde Nenndorf. Gewalt und Extremismus lehnen wir grundsätzlich ab.

Dem treten wir entgegen:

  • Wir wollen nicht zulassen, dass unsere Samtgemeinde von rechtsextremen, fremden- und ausländerfeindlichen Organisationen und Personen als Veranstaltungsort missbraucht wird und für Aktivitäten genutzt wird, die gegen die Demokratie und Menschenwürde gerichtet sind.


  • Wir fordern die verantwortlichen Stellen auf, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um ein Auftreten rechtsextremistischer Gruppen in einem so genannten „Trauermarsch“ am 01.08.2009 in Bad Nenndorf zu verhindern.



Der Samtgemeinderat der Samtgemeinde Nenndorf spricht sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Extremismus sowie gegen die Verbreitung ihrer Ideologien aus und unterstützt die Aktivitäten gesellschaftlicher Gruppen gegen Rechtsextremismus in unserer Samtgemeinde.
Alle Menschen in unserer Samtgemeinde rufen wir dazu auf, sich an friedlichen Protesten und Aktivitäten gegen das Auftreten von Rechtsextremisten und Neonazis in Bad Nenndorf am 1. August 2009 zu beteiligen.
Die Samtgemeinde Nenndorf muss ein Ort der Demokratie und Toleranz bleiben. In ihm haben Feinde der Demokratie keinen Platz!

Bad Nenndorf, den 12. Mai 2009

Der Samtgemeinderat der Samtgemeinde Nenndorf


gez. Reese
Samtgemeindebürgermeister



RESOLUTION

des Rates der Stadt Nenndorf




Die Stadt Bad Nenndorf ist eine weltoffene, tolerante Gemeinde mit einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft.

Wir wollen, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger und alle Gäste von Bad Nenndorf – gleich welcher Herkunft, Religion oder Nationalität – in unserer Stadt wohl fühlen und frei und unbehelligt leben, lernen und arbeiten können.

Wenn Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Nationalität, Kultur oder sozialer Stellung angefeindet oder diskriminiert werden, verstößt das nicht nur gegen das Grundgesetzt, sondern stört auch das friedliche Zusammenleben und schadet dem Wohl und Ansehen der Stadt Bad Nenndorf. Gewalt und Extremismus lehnen wir grundsätzlich ab.

Dem treten wir entgegen:

  • Wir wollen nicht zulassen, dass Bad Nenndorf von rechtsextremen, fremden- und ausländerfeindlichen Organisationen und Personen als Veranstaltungsort missbraucht wird und für Aktivitäten genutzt wird, die gegen die Demokratie und Menschenwürde gerichtet sind.


  • Wir fordern die verantwortlichen Stellen auf, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um ein Auftreten rechtsextremistischer Gruppen in einem so genannten „Trauermarsch“ am 01.08.2009 in Bad Nenndorf zu verhindern.



Der Rat der Stadt Nenndorf spricht sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus sowie gegen die Verbreitung ihrer Ideologien aus und unterstützt die Aktivitäten gesellschaftlicher Gruppen gegen Rechtsextremismus in unserer Stadt.

Alle Menschen in unserer Stadt rufen wir dazu auf, sich an friedlichen Protesten und Aktivitäten gegen das Auftreten von Rechtsextremisten und Neonazis in Bad Nenndorf am 1. August 2009 zu beteiligen.

Bad Nenndorf muss eine Stadt der Demokratie und Toleranz bleiben. In ihm haben Feinde der Demokratie keinen Platz!

Bad Nenndorf, den 24.06.2009

Stadt Bad Nenndorf


gez. Olk

Bürgermeisterin

gez. Reese

Stadtdirektor



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