Bündnis gegen Rechtsextremismus

Demonstration

Gegendemo und Partymeile 2011

In diesem Jahr war vieles anders als in der Vergangenheit. Aber das hier ist 'wie immer', dass tolle Video von bussfoerare für alle, die an diesem Wochenende an dem friedlichen und kreativen Widerstand gegen rechtsextremes Gedankengut teilgenommen haben:





Und da ich weiß wie engagiert bussfoerare an diesen beiden Tagen in Bad Nenndorf mitgewirkt hat, ein besonders herzliches Dankeschön! für diese zusätzliche Arbeit. :)

Bad Nenndorf hat Zeichen gesetzt und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Alles ist friedlich geblieben und ich habe noch nie vorher einen derart entspannten Polizeibericht über die Gegendemo gelesen wie in diesem Jahr.

Die Headlines der Presse sprechen durchweg vom Widerstand gegen den Naziaufmarsch - was bedeutet, dass wir den Rechtsextremisten den Rang abgelaufen haben, denn die Aufmerksamkeit der Presse galt dem friedlichen Widerstand und nicht dem sogenannten "Trauermarsch".

Das Engagement unserer Bundestagsabgeordneten Katja Keul und Sebastian Edathy wurde in der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen (und wird, wie ich aus Gesprächen weiß, im kleinen sehr engagierte Nachahmung finden, was mich persönlich sehr freut). Natürlich möchte ich an dieser Stelle nicht das Engagement unserer LokalpolitikerInnen unterschlagen. Nein, auch das wurde in der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen.

Die Stimmung bei den Gegendemonstranten war aus meiner Sicht den gesamten Tag über entspannt und fröhlich.

Tja und zu guter letzt kamen wohl auch die Initiatoren des Trauermarsches nicht mehr daran vorbei, den Widerstand des "Versagerbündnisses" wahrzunehmen. Zitat von ihrer Seite "13:30Uhr: Ca. 100 bürgerliche demonstrieren am Wincklerbad, Antifa ist nicht vorhanden!" Richtig und sehr gut erkannt, der "bürgerliche" Widerstand war am Wincklerbad zu sehen. Was nicht heißt, das es keinen Protest der Antifa gegeben hätte, denn ich z.B. habe mit jungen Antifaschistinnen und Antifaschisten gefeiert. ;)
Obendrein haben die Neonazis in diesem Jahr ziemlich Tacheles geredet wodurch sie aus meiner Sicht die Mär um ihre "Trauer" in Zukunft kaum aufrecht erhalten können. Unter anderem wurde Bad Nenndorf von den Rednern der Neonazis als ein "Schlachtfeld" und unser Demokratieverständnis als eine "krankhafte Weltanschauung" bezeichnet. Wohl als Reaktion auf unsere bunt geschmückte Bahnhofstraße drohten die Rechtsextremisten, dass sie so lange weiter nach Bad Nenndorf kommen werden, bis wir Trauerflor hängen würden.

Darauf können sie lange warten! Ich sage es mal mit einer Headline aus den Schaumburger Nachrichten:

Bad Nenndorf bleibt bunt - Basta!



Bilder vom 05. August 2011

Bilder vom 06. August 2011


Nachtrag

Einen hab ich noch. Gefunden vom npd-blog.info entwickelt es sich auf facebook gerade zum absoluten Star!



Liebe Bad Nenndorferinnen und Bad Nenndorfer es hagelt auf facebook gerade jede Menge Lob für die tollen Aktionen!!

'Deutschland ist bunt - und das ist gut so
großartig, liebe Bad Nenndorfer ♥

NPD-BLOG.INFO
Wenn Nazis durch eine Party-Protest-Meile latschen, da bleibt kein Auge trocken! Hut ab, Bad Nenndorf!'

Nachtrag vom 09.08.2011

Hier der Bericht vom NDR
Sendedatum: 06.08.2011 19:30 Uhr

Bad Nenndorf: Protest gegen Rechte



BNib-bk

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Bad Nenndorf und Bielefeld



Naziaufmarsch in Bad Nenndorf am 06.08.2011 (2)




Nazis in Bielefeld am 06.08.2011 (1)




Nazis in Bielefeld am 06.08.2011 (2)




Nazis in Bielefeld am 06.08.2011 (3)



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Pressespiegel zur Gegendemonstration vom 06. August 2011


Protest gegen Neonazi-Aufmarsch in Bad Nenndorf - Hamburger Abendblatt, (EPD)

'Am Sonnabend haben mehr als 1000 Menschen gegen einen Neonazi-Aufmarsch protestiert. DGB-Kundgebung: "Bad Nenndorf ist bunt"

Bad Nenndorf . Am Sonnabend haben mehr als 1.000 Menschen gegen einen Neonazi-Aufmarsch im niedersächsischen Bad Nenndorf protestiert. „Der Protest heute ist wesentlich stärker, als er bereits in den vergangenen Jahren war“, sagte Steffen Holz vom Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zu Beginn der Kundgebung unter dem Motto „Bad Nenndorf ist bunt“. Für den Nachmittag wurden in dem Kurort nahe Hannover rund 1.000 Neonazis aus dem ganzen Bundesgebiet zu einem sogenannten Trauermarsch erwartet.

Die Route der Rechtsextremisten sollte in diesem Jahr erstmals an den Gebetsräumen einer jüdischen Gemeinde vorbeiführen. Für die mittägliche Sabbatfeier war Polizeischutz eingeplant. Zahlreiche Christen wollten die jüdische Gemeinde aus Solidarität besuchen.

Die Nenndorfer Bürgermeisterin Gudrun Olk betonte, dass die Rechtsextremisten in der Stadt nicht willkommen seien. „Ein normales gesellschaftliches Leben ist in dieser Stadt heute nicht möglich“, sagte sie bei der Kundgebung des Bündnisses „Bad Nenndorf ist bunt“ und des DGB. Geschäfte hätten geschlossen, Hochzeiten seien verschoben, Familienfeste abgesagt. Sie sei irritiert und verärgert, dass ihr Protestschreiben an den niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann (CDU) unbeantwortet geblieben sei.'

Mehr lesen.

Mit Singen und Klatschen gegen die Neonazis Hamburger Abendblatt, (epd/abendblatt.de>

'Eine jüdische Gemeinde feiert Sabbat, während Rechtsextreme vorüber ziehen. Bis 2030 haben sie ihre „Trauermärsche" bereits angemeldet.

Bad Nenndorf. Mit Israel-Fahnen und bunten Wimpeln sind die Gebetsräume der jüdischen Gemeinde in der Bad Nenndorfer Bahnhofstraße heute geschmückt. Als die Neonazis kommen, stehen die Gemeindemitglieder und ihre Gäste an der Straße und empfangen sie mit Musik. Laut singen sie „Havenu schalom alechem“ und klatschen in die Hände. Die Demonstranten blicken eisern und kalt zu ihnen herüber. Es scheint, als überrasche sie dieser Friedensgruß. Die Neonazis haben weiße Hemden an, laute Parolen skandieren sie nicht – ein „Trauermarsch“ soll der Zug durch die Innenstadt zum Wincklerbad sein. Entlang der Strecke lesen die Demonstranten oft, dass sie nicht erwünscht sind. „Bunt statt braun!“ ist mit bunter Kreide immer wieder auf den Asphalt gemalt.

Die Sabattfeier der Gemeinde muss an diesem Samstag unter Polizeischutz stattfinden. Rund 100 Juden zählen zu ihren Mitgliedern. Seit vergangenem September nutzen die Gläubigen die Räume in der Bahnhofstraße, sagt die Gemeindevorsitzende Marina Jalowaja. Es sei ein gutes Gefühl, dass heute so viele Menschen auf die Straße gingen, um gegen Rechts ihr Gesicht zu zeigen. Sie kann nicht nachvollziehen, dass es in dem Land, in dem sich der Holocaust ereignete, wieder Nazis gibt. Angst hat sie nicht. „Die mussten damals die Menschen haben, dass sie verfolgt oder ermordet werden. Das ist heute in Deutschland glücklicherweise undenkbar“, sagt Jalowaja.

Als Gäste beobachten Martina Spiekermann und Gisela Howell den Vorbeizug an der Gemeinde mit Erschrecken und Tränen in den Augen: „Die Demonstranten haben das selbe Alter wie meine Kinder“, sagt Spiekermann. Es sei sicherlich schwer, die jungen Menschen wieder zurück zu gewinnen für die offene, demokratische Gesellschaft. „Wenn ich könnte, ich würde das Wincklerbad einfach abreißen“, sagt Spiekermann. Dann wäre den Nazis zumindest ihr Pilgerziel genommen. „Verbote bringen wahrscheinlich nichts“, sagt Howell. „Die Märsche sind ein Ventil“, meint sie, „der Druck muss doch raus.“ Wenn die Neonazis nicht mehr nach Nenndorf kämen, dann fänden ihre Aufmärsche eben woanders statt.

Insgesamt 40 Christen aus der ganzen hannoverschen Landeskirche zählen heute zu den Gästen der jüdischen Gemeinde. „Allerdings stimmt es mich traurig, von der Polizei mit dem Bus durch die abgesperrten Straßenzüge zur Synagoge chauffiert worden zu sein“, sagt Gemeindeglied Ralf Schönbeck. Ähnlich sieht es auch Erdmuthe Steinmüller. Sie fühlt sich dem Staat Israel verbunden und engagiert sich gegen das Vergessen. „Durch die Bibel weiß ich, dass wir alle zusammen gehören“, sagt die 62-jährige Schwester. Sie ist Novizin und erst vor drei Jahren Nonne geworden. Seitdem ermutigt sie Menschen, Gedenkstätten von Konzentrationslagern zu besuchen. „Christen müssen Zeichen setzten, sich einmischen – und das gehe nur mit Wissen über die Vergangenheit“, sagt sie.'

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Bad Nenndorf setzt sich gegen Neonazis zur Wehr - Bild.de, (dpa/lni)

'Bad Nenndorf (dpa/lni) - Knapp 1000 Menschen haben am Samstag gegen den Aufmarsch von Rechtsextremisten und Neonazis in Bad Nenndorf protestiert. Zur Gegendemonstration unter dem Motto «Bunt statt Braun» hatte ein breites Bündnis aus Parteien, Vereinen und Verbänden aufgerufen.'
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Tausende protestieren gegen Neonazis dpa

'Bad Nenndorf (dpa) – Gegen Neonazi-Veranstaltungen in mehreren Bundesländern haben Tausende Menschen protestiert. In Bad Nenndorf in Niedersachsen beteiligten sich knapp 1000 Menschen an einer Demonstration unter dem Motto «Bunt statt Braun». Im thüringischen Gera versammelten sich ebenfalls etwa 1000 Menschen, um ein von der rechtsextremen NPD organisiertes Konzert zu übertönen. Bis zum Mittag sind nach Polizeiangaben rund 300 Neonazis zu dem Konzert angereist, das die NPD jedes Jahr in Gera veranstaltet.'
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Bielefeld - Neonazis vertrieben Westfalen-Blatt, (WB)

'Bielefeld (WB). Mehr als 200 Neonazis sind am Samstagabend aus Bad Nenndorf in Bielefeld eingetroffen. Die Gruppe hatte einen Aufmarsch zum linksgerichteten Arbeiterjugendzentrum geplant, was aber Teilnehmer einer Gegendemonstration verhindern konnten. '
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POL-STH: Erfolgreicher Polizeieinsatz in Bad Nenndorf Die intensiven Vorgespräche mit den Veranstaltern zahlen sich aus Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg

'stadthagen (ots) - (BER)Dieses erfreuliche Fazit kann Gesamteinsatzleiter Frank Kreykenbohm nach dem 6. sogenannten Trauermarsch in Bad Nenndorf und den Gegenveranstaltungen ziehen.

Nachdem die Gegenveranstaltungen morgens mit einem Gedenkgottesdienst begannen, sammelten sich Bad Nenndorfer Bürgerinnen und Bürger, unterstützt durch Teilnehmer umliegender Gemeinden, das Bündnis, und viele andere zu dem Aufzug des DBG. Ca. 900 Teilnehmer zogen in die Kurhausstraße um dort, begleitet von Musik, ihre Abschlußkundgebung abzuhalten.

"Eine insgesamt völlig friedliche und daher für die Polizei unproblematische Aufgabe," so Frank Kreykenbohm.

Der Aufzug der rechten Szene scheint deutlich an Attraktivität verloren zu haben. Zählte der Marsch im vergangenen Jahr noch ca. 1.000 Teilnehmer, erschienen heute ca. 580 Mitglieder der Rechtsextremisten, die auf der tags zuvor von den Bürgerinnen und Bürgern bunt geschmückten Bahnhofstraße zum Wincklerbad zogen.

Die Privatveranstaltungen längs der Bahnhofstraße ließen die Aufzugstrecke tatsächlich zu einer Partymeile werden. In den Gärten wurde getanzt und gesungen - ein deutlicher Gegensatz zu dem sogenannten Trauermarsch.'

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POL-MI: Rechts-Demo in Bad Nenndorf, in Minden blieb alles ruhig! Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke

'Minden (ots) - Ein starkes Aufgebot an heimischen Polizeibeamten, unterstützt von Hundertschaftskräften, hatte am Samstag den Mindener Bahnhof und die umgebenden Straßen im Visier. Als Umsteige- und Durchfahrtbahnhof spielte Minden für Angehörige der rechten Szene, die auf dem Weg ins niedersächsische Bad Nenndorf waren, eine zentrale Rolle. In Bad Nenndorf fand ein angekündigter "Trauermarsch" statt.'
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Bunt statt Braun! Bad Nenndorf, 6. August 2011

Bunt statt Braun!

Bad Nenndorf, 6. August 2011

10:30 Uhr * - Kundgebung und Demo – Bornstrasse
12:00 * - Kundgebung – Am Thermalbad


Am 6. August 2011 wollen Neonazis vor dem Wincklerbad in Bad Nenndorf wieder einen „Trauermarsch“ veranstalten. Mit dröhnenden Landsknechtstrommeln und menschenverachtenden Reden verwandeln sie den niedersächsischen Kurort seit 2006 einmal jährlich in ein Sperrgebiet. Sie geben vor, der misshandelten Gefangenen eines von 1945 bis 1947 dort untergebrachten britischen Vernehmungslagers gedenken zu wollen, und haben ihre jährlichen Aufmärsche schon jetzt bis zum Jahr 2030 angemeldet.

Aber nicht nur die Landsknechtstrommeln, sondern auch dort gehaltene antisemitische Reden zeigen: Es geht ihnen nicht um Trauer oder Mitgefühl, sondern um die Verbreitung ihrer Geschichtsverdrehungen und den Aufbau einer nationalsozialistischen Kultstätte. Das stellte unter anderem der niederländische Neonazi Constant Kusters unter Beweis, der für seine 2008 in Bad Nenndorf gehaltene Rede wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 300 € verurteilt wurde. Im letzten Jahr mussten am Wincklerbad mehrere bekannte Holocaustleugner von der Polizei am Reden gehindert werden, und zum Abschluss der Propagandafeier wurde ein Lied der Hitler-Jugend gesungen.

Wir lassen uns nicht verhöhnen! Die plötzliche Menschenfreundlichkeit nehmen wir den Nazis nicht ab! Wir rufen daher dazu auf:

Treten Sie einem erneuten Nazi-Aufmarsch entschlossen entgegen!
Beteiligen Sie sich daran, dem SA- ähnlichen Aufmarsch lautstark Paroli zu bieten!

- Wir fordern ein Verbot der Nazi-Aufmärsche am Wincklerbad in Bad Nenndorf.
- Wir stehen für eine weltoffene, demokratische und solidarische Gesellschaft.
- Wir zeigen Zivilcourage, wir bekämpfen alle Spielarten des Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus.

Wir rufen alle Menschen auf, gemeinsam mit uns friedlich gegen den Naziaufmarsch zu demonstrieren.

Samstag, 6. August 2011
Den Nazis entgegentreten!


Freitag, 5. August 2011 – Wincklerbad / Bahnhofstrasse
Einstehen gegen Rechts!

14:00 Uhr * - Treffen zur Vorbereitung: Bad Nenndorf zeigt bunt!
18:00 Uhr * - Kundgebung: Einstehen gegen Rechts!

* Änderungen vorbehalten


V.i.S.d.P.: Steffen Holz, c/o DGB Region Niedersachsen-Mitte, Otto-Brenner-Str. 1, 30159 Hannover

Hier der Aufruf als Download: Aufruf BNib 2011.pdf

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Anreise und Stadtplan:

Anreise und Stadtplan:

PKW - Bus:
Autofahrer erreichen Bad Nenndorf über die A2 (Berlin-Ruhrgebiet) oder die Bundesstraßen B 65 und B 442. Die Anfahrt zu empfohlenen Parkplätzen von allen diesen Straßen wird am Demonstrationstag ausgeschildert sein. Öffentliche Parkplätze stehen im Bereich Gehrenbreite/Rotrehre zur Verfügung.

Stadtplan

Stadtplan Bad nenndorf

Routenplaner:

maps.google.de

falk.de

map24.com



Wichtiger Hinweis für Anreisende mit der Bahn aus Richtung Bielefeld:

Auf der Strecke Bielefeld - Bückeburg finden offenbar Arbeiten an der Strecke statt, so das viele Nachverkehrsverbindungen ausfallen. Hier bitte auf Ausweichmöglichkeiten achten!




Neonazis, Mitglieder rechtsradikaler Organisationen und deren Anhänger haben zu dieser Veranstaltung keinen Zutritt!


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BüRo für Demokratie: Spaßmarsch am Samstag, den 6.8.2011


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde der Demokratie,


nachfolgend erhaltet Ihr nun den Plan für unseren Spaßmarsch am Samstag, den 6.8.2011.

Wir treffen uns ab 8 Uhr morgens auf dem Amtsplatz in Rodenberg. Um 8:30 Uhr spazieren wir gemütlich vom Amtsplatz über die Amtsstraße, Allee, Rodenberger Allee, Kreuzung Drei Steine, Rodenberger Allee (in Bad Nenndorf), Parkstraße durch den Kurpark zur Musikmuschel.

Genau so ist der Weg vorgezeichnet und als Versammlung beim Landkreis angemeldet und genehmigt. Unsere Veranstaltung löst sich offiziell um 11 Uhr, wobei die Veranstaltung in Bad Nenndorf noch weiter geht und wir uns da anschließen können.

Trillerpfeifen sind massenhaft vorhanden. Bringt neben gutem Wetter mit, was Euch Spaß macht. Verboten sind selbstverständlich all solche Dinge, die lang, aus Metall, spitz, etc. Aber da müssen wir in unserem Kreis kaum drüber sprechen.

Ich hoffe wir werden von Rodenberg aus mit einer sichtbar größeren Gruppe losgehen.
Bitte sprecht jeden an. Für die Demokratie lohnt es sich immer aufzustehen!!!

Ich freue mich auf Euch/Sie!

Ihr
Uwe Märtens




Neonazis, Mitglieder rechtsradikaler Organisationen und deren Anhänger haben zu dieser Veranstaltung keinen Zutritt!

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Mitschnitt der Demo in Bückeburg von radio flora

Mittschnitt der Demo in Bückeburg am 09.04.2011 von der "copy ans paste" Kampagne

'Von Minden bis Wunstorf nehmen die Aktivitäten von Neonazis offensichtlich zu,dabei treten viele altbekannte Personen sowie neue junge Nazis in Erscheinung.Bundeslandübergreifend scheinen sich militante Nazis aus dem Spektrum der autonomen Nationalisten zusammenzuschließen bzw. gemeinsame Aktionen durchzuführen:"Besseres Hannover",ehemalige "Nationale Offensive Schaumburg","Westfalen Nord" und Umfeld führen gemeinsam den "Kampf um die Straße".Ziel und Opfer solcher Attacken sind häufig junge Alternative und Antifaschisten.Ihnen gehört unsere Solidarität!'

Hier gehts zum Podcast.

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Rede von H-D Charly Braun

Bad Nenndorf 14.8.10 Rede von H-D Charly Braun
- DGB- und ver.di-Funktionär aus der Lüneburger Heide,
- Bündnissprecher gegen Rechts in der Westheide,
- DGB-Verantwortlicher der Jugendarbeit des Landesjugendring in Bergen-Belsen,
- und häufiger Gast im Landkreis Schaumburg
- es gilt das gesprochene Wort -
--------------------------------------------------------------------------------------------------------

Liebe Schaumburgerinnen und Schaumburger, liebe antifaschistische Freundinnen und Freunde,

ich komme vom DGB-Regionsvorstand aus der Lüneburger Heide und mehreren Bündnissen gegen Rechts aus der Westheide. Ich habe solidarische Grüße und einige KollegInnen mitgebracht.

Demokratischen Protest verbieten und Nazis die Straße frei machen - dieser Beschluss des Verwaltungsgericht Hannover ging auch dem Oberverwaltungsgericht zu weit. Wir dürfen heute zwar weniger als die faschistischen Heldenverehrer demonstrieren, aber wir haben Legalität für eine Protestaktion erreicht.
Von uns Nazi-GegnerInnen gehe mehr Gefahrt aus, meinten Hannovers Verwaltungsgerichter. JA, von uns geht Gefahr aus, nämlich die Gefahr die Demokratie gegen eine neue SA zu verteidigen. Ließen sich diese Richter etwa von den weißen Hemden der Nazis blenden? Die weißen T-shirts sind keine weißen Westen. Die braunen Unschuldslämmer verstecken so man bloß die zahllosen Blutspuren aus Programm und Praxis. Es handelt sich um Organisationen, die in Wort und Tat zutiefst rassistisch sind und sich bewußt selbst in die Tradition des größten Menschheitsverbrechen stellen.

Es ist an der Zeit Klartext zu reden. Bereits vor 1933 in der Weimarer Republik haben Justiz und Polizei oft den Nazis die Straßen frei gehalten. Das Verwaltungsgerichtsurteil vom Donnerstag 12.8.10 ist nicht nur ein kräftiger Tritt gegen alle DemokratInnen, sondern trägt enorm dazu bei, Zivilcourage zu kriminalisieren.

Ein umgetexteter SA-Vers klingt denn so:

Die Straße frei, den braunen Kameraden
AN marschiert mit festem Schritt und Tritt
Justiz und Staat, die sind ganz fest entschlossen
den Demokraten, zu geben einen derben Tritt

Vielen Innenministern scheint das wachsende Engagement von Menschen und Organisationen gegen Nazis nicht zu passen, - sind es doch die Regierenden selbst, die mit allerlei Gesetzgebung, Armut und sozialer Ausgrenzung von Erwerbslosen, MigrantInnen, Behinderten, Kranken, Rentnern und Mini-LöhnerInnen den Nazis den Boden bereiten. Nationalismus und Rassismus dient der Ablenkung von sozialem Widerstand.

Die Nazis sind erklärte Gegner von Demokratie, von sozialen und ArbeitnehmerInnenrechten, humanistischen Religionsgemeinschaften, selbstorganisierten sozial-solidarischen Lebensformen. Wer den Nazis Protest und Widerstand entgegensetzt und auf solche Weise entschieden Demokratie und Humanismus verteidigt, - Wer das tut, wird zum Extremisten oder Linksextremisten gestempelt, verunglimpft und bereits im voraus kriminalisiert. Da schwebt die Hoffnung mit, dass aus lauter Angst viele den Protesten gegen Nazis fernbleiben.
Wir sind heute totz alledem gekommen, wir sind Viele. Das ist gut so.

Während interessierte politische Kräfte mit dem Extremismus-Begriff Verteidigende der Demokratie mit den Trägern der verbrecherischen Weltanschauung gleichsetzen, sind Hannovers Verwaltungsrichter so blind auf dem rechten Auge, dass sie in Bad Nenndorf einzig den Gegnern der Demokratie das demokratische Recht der Versammlungsfreiheit zusprachen.
Bertold Brecht meint: Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber!
In welchem Wolkenkuckucksheim leben diese Richter? Glauben sie, die Nazis verhalten sich, ob solchen juristischen Geschenks künftig demokratisch?
Nazis, früher wie heute, beweisen in Programm und Praxis völlig ungeschminkt, zu was sie in der Lage sind. Vom Spruch "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen" bis zur "Vernichtung durch Arbeit" reicht die ernstgemeinte Ideologie der Faschisten.

Was Gericht und Staat nicht schaffen, - ich erinnere ans geplatzte NPD-Verbotsverfahren - müssen auch weiterhin wir tun: den Nazis keinen Platz auf Straßen, in Parlamenten und vor allem in Köpfen zulassen.




Was hier in Bad Nenndorf besonders auffällig passiert, findet auch andernorts statt. Zu Nazis und wie mit ihnen offiziell umgegangen wird, ein paar Beispiele aus der Lüneburger Heide.

Den Zeugen Jehovas wurde das Gemeindehaus in Walsrode ringsum bis zu den Dachrinnen mit Nazi-Sprüchen beschmiert. Obwohl in der Nähe eine Nazi-WG hauste, sind die Täter nie überführt worden.

Der antifaschistische Bürgermeister der Industriegemeinde Bomlitz hat es seit Jahren mit den Autonomen Nationalisten zu tun. An seine Wohnungstür klebten die spundjungen Nazis ein Plakat mit der Aufschrift "Linke haben Namen und Adressen - nicht vergeben, nicht vergessen!" Der Hauptakteur Julian Monaco ist inzwischen JN-Landesvorsitzender.

Auf dem Soldatenfriedhof Essel nahe Hannover wurden in den 1980er Jahren durch große Bündnis-Demos die Heldenfeiern unter Führung der HIAG-Waffen-SS-Hannover für viele weitere Jahre verhindert. Inzwischen sind sie wieder da - und verjüngt. 2008 verwehrten aufgeblasene Verbindungsstudenten Beobachtern den Zutritt zum Friedhof. Anstatt hier einzuschreiten, hatte der lokale Polizeichef nichts besseres zu tun, als einen Fotografen an seiner Arbeit zu hindern. Tage später verharmloste der Polizeichef in der Presse die Waffen-SS-ler und ihre jungen Anhänger als "ganz normale Trauernde". Ich lade euch schon heute ein zum 2. antifaschistischen Sonntagsspaziergang am Volkstrauertag.

Wie vor Jahren z.B. in Auetal, verweigerte die Militärstadt Munster den Jusos Räume für ein Konzert gegen Rechts.

Dorfmark/ Bad Fallingbostel
31.3.10 Der im Landkreis Soltau-Fallingbostel (SFA) für Linksextremismus zuständige polizeiliche Staatsschutzbeamte ruft mich an. Herr Braun, in Dorfmark geht das Gerücht um, dass Sie zur Protestaktion gegen die Ludendorffer am Karfreitag, Leute zum "Entglasen" eingeladen haben. Der Beamte forderte sich schnell mit mir zu treffen und dann sollte ich doch tatsächlich zu dem Gerücht Stellung nehmen. Ich lachte schallend ins Telefon und forderte den Staatsschützer auf, doch stattdessen nach denen zu suchen, die die verleumdenden Gerüchte in die Welt setzten.
Trotz vieler Proteste und Aufklärung, beharren die Hotels und Pensionen klar und deutlich darauf, die antisemitischen und antichristlichen Ludendorffer, wie seit 30 Jahren, auch weiterhin als Gäste aufzunehmen. Der Tourismusverein lehnt klipp und klar jede Diskussion zu dem Thema ab. Hier werden selbst harmlose antifaschistische Proteste von Ordnungsbehörde, Polizei und Honoratioren als "das sind Gewalttätige" kriminalisiert.

Soltau 1.MAI 2010: ein für Linksextremismus zuständiger Staatsschützer sitzt in der ersten Reihe bei der DGB-Kundgebung. Als er angesprochen wird, antwortet er, dass er gekommen sei, weil der DGB auch eine Rede der Antifa angekündigt habe. Diese Rede wurde dann auch gehalten und zwar von der ver.di.Jugend. Als Veranstaltungsleiter habe ich sogleich die staatliche Bespitzelung des DGB öffentlich beschimpft.

Am 8.Mai 2010 zerschlagen Neonazis alle Scheiben des Jugendzentrum Walsrode und schmieren einen Spruch gegen den Zug-der-Erinnerung. Das Antifa-Konzert am Abend findet trotzdem statt. Eine Woche später zieht eine große Bündnis-Demo gegen Rechts durch Walsrode. Jürgen aus Bad Nenndorf ruft zum Protest am 14.August in seiner Stadt auf. Walsrodes Bürgermeisterin glänzt in Ihrer Stadt durch Abwesenheit beim Protest gegen Rechts.
Während der Fussball-WM sind Walsrodes Nazis in der ersten Reihe bei Straßenbesetzungen und Schwarz-Rot-Gold-Feiern.
Inzwischen stehen Walsrodes Nazis unter Verdacht in einem bewohnten Haus Feuer gelegt zu haben - aus Rache, weil eine Bewohnerin zuvor einen Nazi wegen Körperverletzung angezeigt hatte.

Die Kameradschaft "Snevern-Jungs" fehlt niemals in Bad Nenndorf. Zuhause in Schneverdingen haben sie versucht mittels Volkslauf, Beteiligung am kommunalen Müll sammeln, Preisskat und Blutspenden in der Gesellschaft Akzeptanz zu finden. Nach allerlei Auseinandersetzungen hat sich das Blatt gedreht. Die Kameraden werden inzwischen ausgepfiffen und ausgeschlossen. Nur das DRK (Rotes Kreuz) nimmt es bis heute hin, dass sich die Snevern-Jungs in ihrer homepage immer mal wieder als wohltätige Blutspender präsentieren. Kameradschaftsführer Matthias Behrens ist inzwischen stellvertretender NPD-Landesvorsitzender, hat Haare über seine Skinhead-Glatze wachsen lassen und besucht in feinem Zwirn Ratssitzungen in Lüneburg und etlichen anderen Orten.

In Lüneburg wurde jetzt eine Nazi-Frau aus ihrem Job als Kita-Erzieherin beurlaubt. Durch Mitarbeit bei NPD, der verbotenen HDJ usw. war der Stadt Lüneburg bekannt, wen sie da beschäftigte. Erst eine Journalisten-Nachfrage brachte die Stadt zum Handeln.

In Neuenkirchen bei Soltau konnten wir kürzlich mit Druck auf den widerwilligen Gastwirt weitere Nazi-Treffen in seiner Kneipe verhindern.

Rassismus gewinnt an Boden, wenn die Ausländerbehörde des Landkreises SFA ganze Familien in nächtlichen Polizeiaktionen abschiebt. Courage und den oft geforderten sog. Bürgersinn beweist in Bomlitz eine große Gruppe von Menschen, die seit Jahren die Rückkehr einer abgeschobenen Bomlitzer Familie fordert.
In Rotenburg/ Wümme schützt die Evangelische Kirche seit dem 22.4.10 zwei Roma-Frauen mit Kirchenasyl, damit sie nach 19 Jahren in Deutschland nicht in den Kosovo abgeschoben werden.

Nach diesen Beispielen zitiere ich mal Carl von Ossietzky:
"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat."

Die genannten Beispiele zeigen zugleich, dass wir Nazis ausbremsen können.
Wer sich hierzulande gegen Nazis wendet, verdient nicht Bespitzelung und Kriminalisierung, sondern den - noch zu erfindenden - Couragepreis.

Euer Stadtdirektor und Samtgemeinde-Bürgermeister Bernd Reese hat Recht mit seinen Worten: "Die Taktik, die Neonazis durch Ignorieren und Geringschätzung zu vertreiben, ist nicht aufgegangen."
Ihr seid hier, ihr alle beweist Courage, lasst euch nicht spalten, ihr habt einen Courage-Preis verdient. Die Nazi-Aufmärsche in Wunsiedel wurden erst verboten, nachdem sich auch der CSU-Bürgermeister zum Blockieren auf die Straße setzte.

Noch hält die Polizei der braunen Jauche in Bad Nenndorf die Straße frei, auf dass sie sich ordentlich ausbreiten kann. Auch das werden wir irgendwann beenden.

Das Beste, was wir an antifaschistischer Erziehung für unsere Kinder tun können, ist, selbst vorbildlich zu sein. Vorbildlich wie es jene tun, die gegen Sozialabbau und Ausgrenzung von Behinderten, Alten und Pflegebedürftigen eintreten. Wie jene, die in Rotenburg/ Wümme von Abschiebung Bedrohte mit Kirchenasyl schützen. Wie jene, die den Faschisten Straßen, Räume, Vereine, Internet, Parlamente und vor allem die Köpfe verwehren.

Um das tun zu können, brauchen wir das ungehinderte Versammlungsrecht und andere Grundrechte.
Verteidigen wir unsere demokratischen Rechte !

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen !
Schluß mit den Nazi-Propaganda-Märschen in Bad Nenndorf und überall !



Kundgebung BNib 2010



Kundgebung BNib 2010



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Erklärung

LAGERARBEITSGEMEINSCHAFT BUCHENWALD-DORA e. V.

Berlin, 13. August 2010

Erklärung

In der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora e. V. vereinigte ehemalige Häftlinge der Konzentrationslager Buchenwald-Dora, Hinterbliebene und Angehörige sowie Antifaschisten, die das Vermächtnis der ehemaligen Buchenwalder wahren, erheben nachdrücklich Protest gegen die skandalöse Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hannover, in Bad Nenndorf am 14. August 2010 Neofaschisten polizeigeschützt stiefeln zu lassen und die Protestkundgebung zu verbieten. Wir erklären uns mit den Kräften zivilgesellschaftlicher Gegenwehr solidarisch.

Dass es heute möglich ist, mit verwaltungstechnischen Tricks und juristischen Konstruktionen unter dem Deckmantel der Wahrung demokratischer Rechte den Widerstand von Gewerkschaften, Kirchen, demokratischen Parteien, der jüdischen Gemeinde, der Stadt- und Gemeinderäte und vieler Vereine regelrecht zu diskreditieren, ist skandalös.

Nicht genug damit, dass eine neofaschistische Partei mit Steuergeldern ihre verfassungsfeindlichen Aktivitäten finanzieren kann, werden Neofaschisten Tür und Tor geöffnet und zivilgesellschaftliche Gegenwehr unterbunden.

Die diese Entscheidung trafen, können keine Lehren aus der deutschen Geschichte gezogen haben.

Wir verlangen von den politisch Verantwortlichen:
Tragen Sie endlich wirkungsvoll dazu bei, den immer aggressiver werdenden neofaschistischen Spuk nachhaltig – auch administrativ – zu beenden. Unterstützen Sie zivilgesellschaftliches Engagement und engagieren Sie sich dafür, wenigstens den Teil des Schwurs von Buchenwald

DIE VERNICHTUNG DES NAZISMUS MIT SEINEN WURZELN IST UNSERE LOSUNG!

Wirklichkeit werden zu lassen.

Günter Pappenheim
Häftling Nr. 22514 im KZ Buchenwald
Vorsitzender
der Lagerarbeitsgemeinschaft
Buchenwald-Dora e. V.
Erster Vizepräsident
des Internationalen Komitees
Buchenwald-Dora und Kommandos

Erklärung-13.08.2010.pdf

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